Django Unchained
USA 2012
Regie und Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller: Christoph Waltz, Jamie Foxx, Leonardo DiCaprio
Kino eignet sich nicht nur dafür, vergangene Epochen wieder lebendig werden zu lassen, sondern auch, die Geschichte nach eigenen Vorstellungen umzuschreiben. Während bei vielen historischen Filmen letzteres eher auf schlampige Recherche zurückzuführen ist, nutzt Quentin Tarantino die Freiheiten der Zeitmaschine Kino bewusst und konsequent. In INGLORIOUS BASTERDS (2009) glückt ein Attentat auf Hitler, wo sie in der Realität allesamt scheiterten; in seiner achten Spielfilm-Regie lässt er nun einen schwarzen Sklaven seine Ketten sprengen und mit den weißen Besitzern abrechnen. Dabei wird auch die Filmgeschichte berichtigt. "Once you loved her, now you've lost her forever", singt Rocky Roberts in Luis Bacalovs Hymne zum originalen DJANGO (1966).
Tarantinos Django (Jamie Foxx) hat seine Liebe noch nicht für immer verloren, und so dreht sich die Geschichte um Djangos Versuch, mit Hilfe des Kopfgekljägers Dr. King Schultz (Christoph Waltz) seine Frau (Kerry Washington) zu befreien und sich an ihren und seinen Peinigern zu rächen. Doch auch auf eine weniger positive Weise unterscheidet sich der "Southern" von Sergio Corbuccis Italowestern. Während Franco Neros eisblaue Augen Damen wie Bösewichte verstummen ließen, ist DJANGO UNCHAINED eindeutig die Show von Christoph Waltz. Die Leinwandpräsenz des Wieners ist schon erstaunlich, wenn man an frühere Rollen in "Die Roy Black Story" oder "Kommissar Rex" denkt. In Deutschland wäre jemand wie er vermutlich heute noch dazu verdammt, zwischen Tatort und Traumschiff zu tingeln. Seine Figur des auf Kopfgeldjäger umgeschulten Zahnarztes erinnert an die historische Figur des Doc Holliday, und Waltz spielt sie mit einer genialen Mischung aus Eloquenz und Tödlichkeit. Der zweite Oscar wäre auf jeden Fall verdient.
Jamie Foxx hat erst gegen Ende des mit 165 Minuten etwas zu lang geratenen Films die Gelegenheit, aus dem Schatten seines Mentors zu treten. Dafür aber dann umso bleischwerer und blutiger. Die Gewalt in DJANGO UNCHAINED wirkt verglichen mit Tarantinos bisherigen Filmen realistischer und weniger cartoonhaft. Der Regisseur schafft es, das absurde Selbstverständnis der weißen Sklavenhalter in vielen Szenen auf den Punkt zu bringen. "Man könnte drüber lachen, wenn es nicht so tragisch wäre" - dieser Spruch trifft wohl auf einen Großteil der Menschheitsgeschichte zu. Hier darf man tatsächlich auch mal darüber lachen, beispielsweise wenn sich Ku-Klux-Klan-Mitglieder über ihre Kapuzen streiten. Manchmal wird es allerdings auch etwas zu plakativ, etwa wenn ein fetter Weißer eine Sklavin mit der Bibel in der Hand auspeitscht.
Auch Leonardo DiCaprio, der mit THE QUICK AND THE DEAD schon einmal in einer Italowestern-Hommage spielte und hier den Planatagenbesitzer Calvin Candie verkörpert, ist sehenswert, reicht als Bösewicht aber nicht ganz an Waltz´ Hans Landa heran. Wie gewohnt bei Tarantino ist der Film bis in die kleinste Nebenrolle genial besetzt. Bondfans können sich beispielsweise auf ein Wiedersehen mit Colonell Heller aus LICENCE TO KILL freuen, hier als Sheriff. Auch der Meister himself beweist in einer kleinen Rolle wieder Sinn für Selbstironie. Obligatorisch ebenfalls die zahlreichen Zitate nicht nur der Italowesterngeschichte, sowie die kongeniale Musikauswahl.
Im Gesamteindruck hält der Film eine sehr gekonnte Balance zwischen Popcorn-Unterhaltung, Hommage an ein Genre bzw. den Film an sich sowie ernsteren Zwischentönen. In dieser Kategorie erreicht er meiner Meinung nach allerdings nicht ganz die Klasse von INGLORIOUS BASTERDS. Zumindest auf den ersten Blick. Auf jeden Fall mag ich den "erwachsenen" Tarantino mit Jackie Brown, Basterds und Django wesentlich lieber.
Donnerstag, 17. Januar 2013
Montag, 14. Januar 2013
Standing Ovations für Götz Otto
"The King's Speech - Die Rede des Königs"
Gesehen im Theater Wolfsburg am 11. Januar 2013
Manchmal schreibt das Leben tatsächlich die besten Geschichten. Albert (Götz Otto, TOMORROW NEVER DIES, DER UNTERGANG), Herzog von York und Zweitgeborener des britischen Königs, leidet unter seinem Stottern. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der das Radio einerseits Reden zu Millionen von Hörern übertragen kann, andererseits aber noch nicht so ausgereift ist, dass diese Reden vorher aufgezeichnet oder geschnitten werden können. Nachdem sein Bruder, der Thronanwärter David verhindert ist, muss Albert eine Rede im Wembley Stadion halten, wobei er kläglich versagt. Und das Schicksal kennt auch weiterhin keine Gnade mit ihm.
Nach dem Tod des Vaters besteigt sein Bruder zwar den Thron, dankt aber kurz darauf ab, um eine Amerikanerin zu heiraten (was als eine der großen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts bezeichnet wurde). Und so muss Albert König werden, während das britische Volk in Kriegszeiten nach einem starken Mann verlangt, und der deutsche Feind einen teuflisch guten Redner aufbietet. Ein König, der hinter dem Mikrofon zum einsamsten und hilflosesten Menschen wird.
Hier kommt Lionel Logue (Steffen Wink, BARFUSS) ins Spiel, ein unkonventioneller australischer Sprachtherapeut.
Man könnte meinen, dass hier ein Theaterstück nach einem erfolgreichen Film geschrieben wurde. Doch tatsächlich war es umgekehrt. Der Autor David Seidler, der selbst unter Stottern litt, machte aus diesem Stoff ein Stück, unter Verwendung der Originalnotizen von Logue. Queen Mum bat ihn jedoch, mit der Veröffentlichung bis zu ihrem Ableben zu warten, und so lag das Stück jahrzehntelang in der Schublade. Schließlich wurde Tom Hooper (LE MISÉRABLES) darauf aufmerksam und machte aus dem Stück ohne den Umweg über die Bühne einen oscarprämierten Film.
Wenn man den Film gesehen hat, kennt man natürlich die Story, und hat auch Colin Firth und Geoffrey Rush in den entsprechenden Rollen vor Augen. Der 1,98-Meter große Götz Otto hat es noch zusätzlich schwer, hilflos und verzweifelt zu wirken. Doch Otto und Wink schaffen es, die Rollen völlig für sich zu vereinnahmen und das Publikum für zwei Stunden in den Bann zu ziehen. Sowohl den Sprachfehler als auch die blaublütige Steifheit verkörpert Otto mitreißend glaubhaft. Interessanterweise spielt Götz Otto, der mit der Rolle des Stamper in TOMORROW NEVER DIES international bekannt wurde, damit bereits zum fünften Mal einen König. Aber auch das restliche Ensemble überzeugt.
Für mich als Technikfan, den auch Bühnentechnik begeistert, stellt lediglich die schlichte und nur in Details variable Kulisse einen leichten Kritikpunkt dar. Andererseits wurde durch die fehlenden Bühnenumbauzeiten die Geschichte effektvoll auf das Wesentliche komprimiert, und man kann sich völlig auf das Spiel der Figuren konzentrieren.
Am Ende gab es verdientermaßen minutenlangen Jubel und Standing Ovations. Noch bis 15. März tourt das Theaterstück durch verschiedene durch verschiedene deutsche Städte
Gesehen im Theater Wolfsburg am 11. Januar 2013
Manchmal schreibt das Leben tatsächlich die besten Geschichten. Albert (Götz Otto, TOMORROW NEVER DIES, DER UNTERGANG), Herzog von York und Zweitgeborener des britischen Königs, leidet unter seinem Stottern. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der das Radio einerseits Reden zu Millionen von Hörern übertragen kann, andererseits aber noch nicht so ausgereift ist, dass diese Reden vorher aufgezeichnet oder geschnitten werden können. Nachdem sein Bruder, der Thronanwärter David verhindert ist, muss Albert eine Rede im Wembley Stadion halten, wobei er kläglich versagt. Und das Schicksal kennt auch weiterhin keine Gnade mit ihm.
Nach dem Tod des Vaters besteigt sein Bruder zwar den Thron, dankt aber kurz darauf ab, um eine Amerikanerin zu heiraten (was als eine der großen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts bezeichnet wurde). Und so muss Albert König werden, während das britische Volk in Kriegszeiten nach einem starken Mann verlangt, und der deutsche Feind einen teuflisch guten Redner aufbietet. Ein König, der hinter dem Mikrofon zum einsamsten und hilflosesten Menschen wird.
Hier kommt Lionel Logue (Steffen Wink, BARFUSS) ins Spiel, ein unkonventioneller australischer Sprachtherapeut.
Man könnte meinen, dass hier ein Theaterstück nach einem erfolgreichen Film geschrieben wurde. Doch tatsächlich war es umgekehrt. Der Autor David Seidler, der selbst unter Stottern litt, machte aus diesem Stoff ein Stück, unter Verwendung der Originalnotizen von Logue. Queen Mum bat ihn jedoch, mit der Veröffentlichung bis zu ihrem Ableben zu warten, und so lag das Stück jahrzehntelang in der Schublade. Schließlich wurde Tom Hooper (LE MISÉRABLES) darauf aufmerksam und machte aus dem Stück ohne den Umweg über die Bühne einen oscarprämierten Film.
Wenn man den Film gesehen hat, kennt man natürlich die Story, und hat auch Colin Firth und Geoffrey Rush in den entsprechenden Rollen vor Augen. Der 1,98-Meter große Götz Otto hat es noch zusätzlich schwer, hilflos und verzweifelt zu wirken. Doch Otto und Wink schaffen es, die Rollen völlig für sich zu vereinnahmen und das Publikum für zwei Stunden in den Bann zu ziehen. Sowohl den Sprachfehler als auch die blaublütige Steifheit verkörpert Otto mitreißend glaubhaft. Interessanterweise spielt Götz Otto, der mit der Rolle des Stamper in TOMORROW NEVER DIES international bekannt wurde, damit bereits zum fünften Mal einen König. Aber auch das restliche Ensemble überzeugt.
Für mich als Technikfan, den auch Bühnentechnik begeistert, stellt lediglich die schlichte und nur in Details variable Kulisse einen leichten Kritikpunkt dar. Andererseits wurde durch die fehlenden Bühnenumbauzeiten die Geschichte effektvoll auf das Wesentliche komprimiert, und man kann sich völlig auf das Spiel der Figuren konzentrieren.
Am Ende gab es verdientermaßen minutenlangen Jubel und Standing Ovations. Noch bis 15. März tourt das Theaterstück durch verschiedene durch verschiedene deutsche Städte
Adele gewinnt Golden Globe
Der Golden Globe für den besten Song ging an Adele und Paul Epworth für SKYFALL. Es ist der erste Golden Globe für einen Bondsong überhaupt, nach mehreren Nominierungen, zuletzt für Madonnas DIE ANOTHER DAY. Damit stehen die Chancen für einen entsprechenden Oscar wohl sehr gut.
Der Golden Globe für die beste Drama-Regie ging an Ben Affleck, was insofern überraschend ist, dass sein Spionagethriller ARGO keine Oscarnominierung in der Kategorie Regie erhielt. Judi Dench, die für THE BEST EXOTIC MARIGOLD HOTEL nominiert war, ging diesmal leer aus. Den zweiten Globe gab es dagegen für Christoph Waltz.
Der Golden Globe für die beste Drama-Regie ging an Ben Affleck, was insofern überraschend ist, dass sein Spionagethriller ARGO keine Oscarnominierung in der Kategorie Regie erhielt. Judi Dench, die für THE BEST EXOTIC MARIGOLD HOTEL nominiert war, ging diesmal leer aus. Den zweiten Globe gab es dagegen für Christoph Waltz.
Sonntag, 13. Januar 2013
Golden Globes heute nacht!
Für Nachtgeister: Pro7 überträgt ab 2:00 Uhr live die 70. Verleihung der Golden Globes aus Beverly Hills. Adele ist zusammen mit Produzent Paul Epworth für den Titelsong zu SKYFALL nominiert. Konkurrenten sind Keith Urban, Jon Bon Jovi, Taylor Swift und ein Song aus dem Mucical LES MISÉRABLES. Zudem wird Adele, die erst kürzlich Mutter eines Sohnes wurde, "Skyfall" performen.
Donnerstag, 10. Januar 2013
5 Oscar-Nominierungen für SKYFALL!
Wie heute bekannt gegegeben wurde ist SKYFALL in fünf Kategorien für einen Academy Award nomininiert worden! Es ist das erste Mal seit 1981, und die Höchstzahl an Nomninierungen, die ein Bondfilm überhaupt bekommen hat. Den bisherigen Rekord hielt THE SPY WHO LOVED ME mit drei Nominierungen.
Die Kategorien sind:
In den Kategorien Bester Film, Beste Regie oder Beste Nebenrolle (Judi Dench) konnte sich der Film leider nicht durchsetzen. Überraschend ist dagegen die Nominierung für Thomas Newman, der damit zum insgesamt neunten Mal nominiert ist (u.a. WALL-E, ROAD TO PERDITION), aber bisher nie gewann.
Auch deutschsprachige Filmschaffende dürfen auf einen Award hoffen, darunter Christoph Waltz (DJANGO UNCHAINED) und Michael Haneke für LIEBE. Die Verleihung ist am 24. Februar im Dolby Theatre in Los Angeles und wird in Deutschland von Pro7 live übertragen.
Bereits Anfang der Woche wurde SKYFALL auch für die BAFTAs (British Academy Film Awards) nominiert, in folgenden Kategorien:
Die Kategorien sind:
- Best Cinematography - Roger Deakins
- Best Original Score - Thomas Newman
- Best Original Song - Paul Epworth and Adele's Skyfall
- Best Sound Editing - Per Hallberg and Karen Baker Landers
- Best Song Mixing - Scott Millan, Greg P. Russell and Stuart Wilson
In den Kategorien Bester Film, Beste Regie oder Beste Nebenrolle (Judi Dench) konnte sich der Film leider nicht durchsetzen. Überraschend ist dagegen die Nominierung für Thomas Newman, der damit zum insgesamt neunten Mal nominiert ist (u.a. WALL-E, ROAD TO PERDITION), aber bisher nie gewann.
Auch deutschsprachige Filmschaffende dürfen auf einen Award hoffen, darunter Christoph Waltz (DJANGO UNCHAINED) und Michael Haneke für LIEBE. Die Verleihung ist am 24. Februar im Dolby Theatre in Los Angeles und wird in Deutschland von Pro7 live übertragen.
Bereits Anfang der Woche wurde SKYFALL auch für die BAFTAs (British Academy Film Awards) nominiert, in folgenden Kategorien:
- Best British Film - Skyfall
- Best Actor in a Supporting Role - Javier Bardem
- Best Actress in a Supporting Role - Judi Dench
- Best Editing - Stuart Baird
- Best Cinematography - Roger Deakins
- Best Production Design - Dennis Gassner
- Best Original Music - Thomas Newman
- Best Sound - Skyfall
Mittwoch, 9. Januar 2013
"Octopussy" Cover Fanart
Ende letzen Jahres hatte ich endlich mal Zeit, den Pinsel mit der Maus zu tauschen und mich in Aquarellmalerei zu versuchen. Das Ergebnis ist unter anderem ein Entwurf für die Kurzgeschichtensammlung Octopussy & The Living Daylights.
Montag, 7. Januar 2013
Das bringt 2013
Nach dem Bondjahr ist vor dem Bondjahr, könnte man in Anlehnung an eine Sportweisheit sagen. 2012 wurde das 50jährige Jubiläum der Premiere des ersten James-Bond-Films gefeiert. Doch Bond ist eigentlich schon 60, denn der erste Bondroman erschien 1953. Und das Jahr hat noch weitere Highlights:
Januar
Noch bis zum Sonntag, dem 13. Januar ist die Ausstellung Bond, James Bond... Filmplakate und Fotografien aus fünfzig Jahren im Plakatmuseum Folkwang in Essen zu sehen. Ebenfalls am 13. Januar werden die Golden Globes verliehen. Adeles Skyfall ist als bester Song nominiert.
Am 25. Januar feiert auch der Deutschlandstart von JAMES BOND 007 JAGT DR. NO goldenes Jubiläum.
Februar
Bis 28. Februar dauert noch eine Studioausstellung über Gert Fröbe im Filmmuseum Düsseldorf. Am 25. Februar wäre der Goldfinger-Star 100 Jahre alt geworden.
Am 24. Februar werden im Dolby Theatre in Los Angeles zum 85. Mal die Oscars vergeben. Mit etwas Glück auch den einen oder anderen für SKYFALL, mit Sicherheit wird es aber einen kurzen filmischen Tribut an die Bondfilme geben. Auf der offiziellen Filmseite finden sich die Kategorien, für die eine Nominierung von SKYFALL vorgeschlagen wurde, darunter Bester Film, Regie, Drehbuch, Haupt- und Nebenrollen, Schnitt und Kamera.
März
Ab 1. März erscheint SKYFALL voraussichtlich als DVD und Bluray. Auch in Deutschland wird es eine Limited Steelbook Edition geben.
Am 31. März erscheinen der 5.und der 6. Band aus der neu übersetzten James-Bond-Reihe von Cross Cult - Liebesgrüße aus Moskau und Dr. No.
April
Am 13. April ist das oben erwähnte 60. Jubiläum von Casino Royale, der an diesem Tag 1953 bei Verleger Jonathan Cape in Großbritannien erschien, mit einem von Fleming selbst entworfenen Cover.
Mai
Der fünfte Bonddarsteller Pierce Brosnan wird am 16. Mai 60 Jahre alt (und wird dafür phantastisch aussehen).
Juni
Am 3. Juni erscheint Band 7 bei Cross Cult: Goldfinger, am 13. Nr. 8: In tödlicher Mission.
Juli
Mit einer Centenery Week begeht Bonds Hausmarke Aston Martin ihr hundertjähriges Bestehen, vom 15. bis 21. Juli.
September
Feuerball und Der Spion, der mich liebte erscheinen am 13. des Monats.
Oktober
Laut The Book Bond und amazon erscheint der neue, bislang noch titellose James-Bond-Roman von William Boyd am 3. Oktober. Hier ein Interview mit Boyd zum Romanprojekt. Die Handlung ist im Jahre 1969 angesiedelt, und führt damit wie Sebastion Faulks Devil May Care Ian Flemings originalen Bondcharakter weiter.
Dezember
Voraussichtlich am 18. startet der neue Film von Daniel Craig, The Monuments Men, unter der Regie von George Clooney. Zusammen mit Matt Damon und Clooney versucht Craig darin, Kunstschätze vor den Nazis zu retten. Gedreht wird der Film auch in Babelsberg und im Harz.
Passend zur Vorweihnachtszeit erlebt 007 eine schöne Bescherung in Im Geheimdienst Ihrer Majestät am 13. Dezember, sowie am 9. Man lebt nur zweimal.
Noch bis 5. Januar 2014 verlängert wurde die Ausstellung Bond in Motion - 50 Vehicles, 50 Years.
Januar
Noch bis zum Sonntag, dem 13. Januar ist die Ausstellung Bond, James Bond... Filmplakate und Fotografien aus fünfzig Jahren im Plakatmuseum Folkwang in Essen zu sehen. Ebenfalls am 13. Januar werden die Golden Globes verliehen. Adeles Skyfall ist als bester Song nominiert.
Am 25. Januar feiert auch der Deutschlandstart von JAMES BOND 007 JAGT DR. NO goldenes Jubiläum.
Februar
Bis 28. Februar dauert noch eine Studioausstellung über Gert Fröbe im Filmmuseum Düsseldorf. Am 25. Februar wäre der Goldfinger-Star 100 Jahre alt geworden.
Am 24. Februar werden im Dolby Theatre in Los Angeles zum 85. Mal die Oscars vergeben. Mit etwas Glück auch den einen oder anderen für SKYFALL, mit Sicherheit wird es aber einen kurzen filmischen Tribut an die Bondfilme geben. Auf der offiziellen Filmseite finden sich die Kategorien, für die eine Nominierung von SKYFALL vorgeschlagen wurde, darunter Bester Film, Regie, Drehbuch, Haupt- und Nebenrollen, Schnitt und Kamera.
März
Ab 1. März erscheint SKYFALL voraussichtlich als DVD und Bluray. Auch in Deutschland wird es eine Limited Steelbook Edition geben.
Am 31. März erscheinen der 5.und der 6. Band aus der neu übersetzten James-Bond-Reihe von Cross Cult - Liebesgrüße aus Moskau und Dr. No.
April
Am 13. April ist das oben erwähnte 60. Jubiläum von Casino Royale, der an diesem Tag 1953 bei Verleger Jonathan Cape in Großbritannien erschien, mit einem von Fleming selbst entworfenen Cover.
Mai
Der fünfte Bonddarsteller Pierce Brosnan wird am 16. Mai 60 Jahre alt (und wird dafür phantastisch aussehen).
Juni
Am 3. Juni erscheint Band 7 bei Cross Cult: Goldfinger, am 13. Nr. 8: In tödlicher Mission.
Juli
Mit einer Centenery Week begeht Bonds Hausmarke Aston Martin ihr hundertjähriges Bestehen, vom 15. bis 21. Juli.
September
Feuerball und Der Spion, der mich liebte erscheinen am 13. des Monats.
Oktober
Laut The Book Bond und amazon erscheint der neue, bislang noch titellose James-Bond-Roman von William Boyd am 3. Oktober. Hier ein Interview mit Boyd zum Romanprojekt. Die Handlung ist im Jahre 1969 angesiedelt, und führt damit wie Sebastion Faulks Devil May Care Ian Flemings originalen Bondcharakter weiter.
Dezember
Voraussichtlich am 18. startet der neue Film von Daniel Craig, The Monuments Men, unter der Regie von George Clooney. Zusammen mit Matt Damon und Clooney versucht Craig darin, Kunstschätze vor den Nazis zu retten. Gedreht wird der Film auch in Babelsberg und im Harz.
Passend zur Vorweihnachtszeit erlebt 007 eine schöne Bescherung in Im Geheimdienst Ihrer Majestät am 13. Dezember, sowie am 9. Man lebt nur zweimal.
Noch bis 5. Januar 2014 verlängert wurde die Ausstellung Bond in Motion - 50 Vehicles, 50 Years.
Sonntag, 6. Januar 2013
Bonds schottische Wurzeln
Ein interessanter Artikel auf dem Blog James Bond memes über die schottischen Wurzeln von James Bond und die Parallelen zu Ian Fleming.
(Bildquelle: http://www.scotlandsplaces.gov.uk)
(Bildquelle: http://www.scotlandsplaces.gov.uk)
Mittwoch, 2. Januar 2013
SKYFALL Set Design
Über Google bin ich auf die Seite des Designers Gregory Fangeaux gestoßen, der unter anderem für das 3D Set Design des Golden Dragon Casinos in SKYFALL verantwortlich war. Fangeaux arbeitete auch an CAPTAIN AMERICA und dem kommenden WORLD WAR Z mit. Auf seiner Webseite finden sich einige zum Teil animierte Layouts und Raumansichten, die auch ein Set zeigen, das im Film nicht zu sehen war.
Dabei handelt es sich um das Innere eines Frachtflugzeuges. An welcher Stelle des Films es vorkommen sollte, bleibt spekulativ. Sicher ist nur, dass das Set nicht zu einer Sequenz am Shanghai International Airport mit Sévérine und Patrice gehörte, die ebenfalls geschnitten wurde.
Dabei handelt es sich um das Innere eines Frachtflugzeuges. An welcher Stelle des Films es vorkommen sollte, bleibt spekulativ. Sicher ist nur, dass das Set nicht zu einer Sequenz am Shanghai International Airport mit Sévérine und Patrice gehörte, die ebenfalls geschnitten wurde.
Montag, 31. Dezember 2012
2013
Mit der Meldung, dass SKYFALL die Eine-Milliarde-Dollar-Marke beim weltweiten Einspielergebnis passiert hat, und damit der erfolgreichste Bondfilm und gleichzeitig der erfolgreichste britische Film aller Zeiten ist, endet das Jahr des goldenen Bondjubiläums perfekt.
Bond & Beyond bedankt sich bei allen Lesern, wünscht einen guten Start ins neue Jahr sowie alles Gute für 2013!
Bond & Beyond bedankt sich bei allen Lesern, wünscht einen guten Start ins neue Jahr sowie alles Gute für 2013!
Donnerstag, 27. Dezember 2012
Eine Reise in die Dunkelheit
Gastbeitrag von Kai Schulze
Vor kurzem präsentierte Regisseur J.J. Abrams eine 10 Minuten Preview des kommenden STAR TREK INTO DARKNESS im großartigen IMAX Format. In den vergangenen Monaten wurde unter den Fans viel spekuliert, welche Richtung Abrams mit seiner Fortsetzung zum Hit von 2009 einschlagen würde. Wer würde der Bösewicht sein? Wie werden sich die Charaktere weiterentwickeln? Und vor allem: wird Abrams an seinem Kinoerfolg anschließen können bzw. den Erfolg um das damit verbundene "neue Star Trek Universum" ausbauen können?
Wie in vielen anderen Franchises steht und fällt der Erfolg einer Filmreihe meistens mit dem zweiten Teil. Abrams, der als großer Geheimniskrämer bekannt ist, hat nun für knapp 10 Minuten vorab den Vorhang fallen lassen um zu zeigen, was den Fans - und auch dem Sci-Fi-interessierten Publikum - im kommenden Mai bevorsteht.
Szenenwechsel zum Klasse M Planeten Nibiru:
Kirk fragt McCoy was für Optionen es jetzt noch gibt - entweder auftauchen und mit den Waffen der Enterprise den Vulkanschlund verschließen (und Spock somit opfern und die Bewohner Nibirus retten) oder Spock retten und den Vulkan explodieren lassen. Man sieht deutlich wie Kirk am Ende seiner Entscheidungskräfte angekommen ist (ähnlich wie Noel Clarke am Anfang bei seiner sterbenden Tochter). Kirk zögert - gibt keinen Befehl - wartet ab ... und wir sehen wie sich schließlich die Lavaflut über Spock ergießt. In diesem Moment wird ins Schwarz geblendet und wir hören aus dem Off eine Stimme: "Ich kann ihn retten".
Auch scheint das Drehbuch diesmal deutlich tiefgründiger und philosophischer angelegt zu sein, und es wird scheinbar viel mehr Zeit für die Charakterentwicklung aufgewendet als im vorangegangenen Film. Anscheinend gibt es diesmal weitere Kindheitsrückblenden von anderen Crewmitgliedern der Enterprise. Gerüchte zufolge soll wohl das kleine schwarze Mädchen, was zu Beginn des Prologs im Sterben liegt, Uhura sein. Interessanterweise sah man auch in der Imax-Preview, daß die Beziehung zwischen Uhura und Spock weiter ausgebaut wurde. Man bemerkt auch deutlich den düsteren Ton der neuen Erzählung, wogegen der letzte Film von 2009 etwas wie ein bunter Comicfilm wirkt. Unausweichlich wird deutlich, wie sich im unsichtbaren Hintergrund der gezeigten Szenen eine brutal düstere Bedrohung aufbaut, die sich diesmal die Grundphilosophie von Star Trek selbst vorknöpfen wird. Ein gewagter Schritt - dennoch ein sehr begrüßenswerter.
Die Produzenten haben sich fest vorgenommen, mit dem kommenden Film und dem dazugehörigen Marketing einen deutlichen Schritt weiter zu gehen als 2009, und Star Trek nun endgültig zum qualitativen Blockbusterevent aufzubauen.
Nach den gezeigten Szenen zu urteilen scheint ihnen das mehr als gelungen zu sein. Das Publikum lachte und erschreckte sich deutlich an den entsprechenden Stellen - was ein sehr gutes Vorzeichen ist. Alles ist größer, weiter, detaillierter - man fühlt sich eher wie in einem James Cameron Film als in einem J.J. Abrams-Film. Auch die Charaktere wirken deutlich reifer und glaubwürdiger. Erstmalig wird INTO DARKNESS auch im neuen Dolby Atmos Soundformat zu sehen sein, welches mit Peter Jacksons THE HOBBIT Premiere feierte. Diesmal scheinbar alles nur vom Feinsten.
Zusätzlich zum Kinofilm erscheint zeitgleich ein Computerspiel für PS3 und XBox 360, das storytechnisch zwischen den beiden Kinofilmen spielt und auf hohem Niveau produziert wurde. Auch dies ist einmalig im bisherigen Star-Trek-Kosmos. Vielleicht ist dies ja dann ebenfalls wegweisend für andere Franchises wie Bond, auch mal den Schritt zum qualitativen Blockbustergame zu machen - gerade Bond und Star Trek bieten beide enormes Potential für aufwendige und gute Spiele auf den modernen Konsolen.
Seit Beginn verfolge ich regelmäßig die Beiträge hier auf BOND & BEYOND und freue mich zu sehen wie auch andere Franchises wie Star Trek einen Platz auf diesem Blog gefunden haben. Um so mehr freue ich mich heute in diesem Gastbeitrag von einer bevorstehenden Reise berichten zu können - einer bevorstehenden Reise in die dunkelsten Abgründe des Star-Trek-Universums.
Vor kurzem präsentierte Regisseur J.J. Abrams eine 10 Minuten Preview des kommenden STAR TREK INTO DARKNESS im großartigen IMAX Format. In den vergangenen Monaten wurde unter den Fans viel spekuliert, welche Richtung Abrams mit seiner Fortsetzung zum Hit von 2009 einschlagen würde. Wer würde der Bösewicht sein? Wie werden sich die Charaktere weiterentwickeln? Und vor allem: wird Abrams an seinem Kinoerfolg anschließen können bzw. den Erfolg um das damit verbundene "neue Star Trek Universum" ausbauen können?
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| Actionszenen und Planetenaufnahmen im IMAX Format |
Wie in vielen anderen Franchises steht und fällt der Erfolg einer Filmreihe meistens mit dem zweiten Teil. Abrams, der als großer Geheimniskrämer bekannt ist, hat nun für knapp 10 Minuten vorab den Vorhang fallen lassen um zu zeigen, was den Fans - und auch dem Sci-Fi-interessierten Publikum - im kommenden Mai bevorsteht.
Es folgt eine kurze Inhaltsangabe der 10 minütigen IMAX-Preview. Der nachfolgende Text kann also Spoiler enthalten:
Alles beginnt mit dem Star-Trek-typischen Ping Geräusch, wie auch schon beim letzten Star-Trek-Film (2009): Nach und nach verändert sich dieser Ton jedoch zu einem Alarmgeräusch eines Schlafzimmerweckers. Wir sehen einen Mann und eine Frau, die verschlafen und hastig ihre Sachen anziehen. Der Mann (Noel Clarke) schaut aus dem Fenster auf das futuristische London. Gemeinsam mit seiner Frau (Nanzeen Contractor) fährt dieser in einem futuristischen Gefährt in ein Hospital am Stadtrand Londons. Eine ergreifende Eröffnungsszene spielt sich ab, als Mutter und Vater ihre kranke und im Sterben liegende Tochter besuchen.
Kurze Zeit später steht der Vater auf dem Krankenhausbalkon um frische Luft zu atmen als er von einer tiefen Stimme hinter ihm angesprochen wird: "Ich kann sie retten!" Der Vater dreht sich rum und fragt: "Was haben sie gesagt?" - "Sie haben richtig verstanden - ich kann sie retten!"
Die Kamera schwenkt auf diese Stimme und wir sehen John Harrison (Benedict Cumberbatch). Der Vater schaut wie erstarrt und die Szenerie blendet aus.
Szenenwechsel zum Klasse M Planeten Nibiru:
Wir sehen eine exotische fremde Welt mit kalkweissen Aliens und roter Vegetation. Die Aliens verfolgen zwei vermummte Männer die sich während der Jagd als Kirk und McCoy heraustellen. Die Szenerie ist eine Hommage an Indiana Jones. Kirk (Chris Pine) hat eine Art Schriftrolle aus einem tempelartigen Gebäude gestohlen und versucht damit die Tempelanwohner, die ihn verfolgen, aus der Gefahrenzone zu locken - denn ein verheerender Vulkanausbruch steht unmittelbar bevor. Wir sehen eine gigantische Totale der Planetenoberfläche, und der Vulkan ist gerade dabei auszubrechen. Nach einem erneuten Szenenwechsel sehen wir Sulu, Uhura und Spock in einem Shuttle, wie sie hinter den weggelockten Bewohnern von Nibiru mit dem Shuttle direkt in den Schlund des Vulkans steuern. Spock trägt einen feuerfesten Raumanzug, der vom Design sehr an den fliegenden Anzug aus STAR TREK - THE MOTION PICTURE erinnert. Allmählich begreift man worum es hier geht. Kirk und seine Crew haben sich über die "Oberste Direktive" hinweg gesetzt und versuchen die Bewohner Nibirus zu retten.
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| Into Darkness bietet diesmal exotische Welten en masse. |
Während Spock mit sich hadert, ob er wirklich dabei helfen soll den geplanten Eingriff am Vulkan vorzunehmen und somit die Oberste Direktive zu brechen, sehen wir wieder Kirk, wie er zu Spock ins Kommunikationsgerät brüllt "Ich kann sie retten" - ein Satz bei dem man kurz innehält, weil wir ihn bereits von Filmbösewicht John Harrison (Benedict Cumberbatch) zuvor gehört haben. Spock wird zusammen mit einem technischen Gerät vom Shuttle aus in den Vulkan hinabgelassen, doch die Haltevorrichtung reißt und Spock fällt auf einen Felsbrocken inmitten der brodelnden Lava!
Zurück bei Kirk und McCoy, die immer noch auf der Flucht sind: Aus dem roten Dschungel werden sie von einem monsterartigen Tier angegriffen. Kirk fackelt nicht lange und knallt "das Ding" mit seinem Phaser über den Haufen. McCoy (der grandiose Karl Urban) entrüstet: "Mein Gott Jim, ich bin Arzt und kein Killer!" Die Verfolgungsjagd endet plötzlich an einem Steilhang am Meer, und Kirk und McCoy springen, um sich zu retten, direkt ins Wasser. Unter Wasser schwimmen sie über ein Riff und schließlich wird der Blick auf die U.S.S. Enterprise freigegeben die majestisch in Blau getaucht auf dem Meeresgrund liegt. Kirk und McCoy schwimmen durch eine Schleuse in das Schiff, und ein aufgeregter Scotty nimmt sie in Empfang. Währendessen meldet sich Spock aus dem Inneren des Vulkans und berichtet, daß beim Absturz das Gerät zum "einfrieren" des Vulkans, was er mit sich führte, kaputtgegangen sei, und es nun keinen Ausweg mehr gibt.
Zurück bei Kirk und McCoy, die immer noch auf der Flucht sind: Aus dem roten Dschungel werden sie von einem monsterartigen Tier angegriffen. Kirk fackelt nicht lange und knallt "das Ding" mit seinem Phaser über den Haufen. McCoy (der grandiose Karl Urban) entrüstet: "Mein Gott Jim, ich bin Arzt und kein Killer!" Die Verfolgungsjagd endet plötzlich an einem Steilhang am Meer, und Kirk und McCoy springen, um sich zu retten, direkt ins Wasser. Unter Wasser schwimmen sie über ein Riff und schließlich wird der Blick auf die U.S.S. Enterprise freigegeben die majestisch in Blau getaucht auf dem Meeresgrund liegt. Kirk und McCoy schwimmen durch eine Schleuse in das Schiff, und ein aufgeregter Scotty nimmt sie in Empfang. Währendessen meldet sich Spock aus dem Inneren des Vulkans und berichtet, daß beim Absturz das Gerät zum "einfrieren" des Vulkans, was er mit sich führte, kaputtgegangen sei, und es nun keinen Ausweg mehr gibt.
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| "Ich kann ihn retten!" |
Beim Anschauen dieser Szenen gab es zwei Dinge, die sehr deutlich im Kopf haften geblieben sind: Zuerst das fantastische neue Musikthema, das Michael Giacchino extra für STAR TREK INTO DARKNESS geschrieben hat, welches besonders in der Einleitungsszene mit dem sterbenden Kind eine enorm emotionale Wirkung entfaltet. Die Musik schafft es, daß man binnen Sekunden voll drin ist in den gezeigten Szenen, und daß Gesehene bereits in den 10 Minuten irgendwie deutlich mehr Impact hat als der gesamte letzte Film von 2009. Das Zweite, was stark im Kopf haften geblieben ist, ist Abrams Inszenierungsstil, der sich seit 2009 deutlich weiterentwickelt hat. Seine letzten Produktionen wie Mission: Impossible und vor allem der brilliante SUPER 8 haben seine Spuren hinterlassen. Die Kamera ist deutlich ruhiger und ungezwungener als im letzten Star Trek Film. Die bei den Fans verhassten Lensflares haben drastisch abgenommen.
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| Into Darkness kommt in 3D und im neuartigen Dolby Atmos Soundformat |
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| Erstmalig: Star Trek endlich als High End produziertes PS3 Game! |
Nach den gezeigten Szenen zu urteilen scheint ihnen das mehr als gelungen zu sein. Das Publikum lachte und erschreckte sich deutlich an den entsprechenden Stellen - was ein sehr gutes Vorzeichen ist. Alles ist größer, weiter, detaillierter - man fühlt sich eher wie in einem James Cameron Film als in einem J.J. Abrams-Film. Auch die Charaktere wirken deutlich reifer und glaubwürdiger. Erstmalig wird INTO DARKNESS auch im neuen Dolby Atmos Soundformat zu sehen sein, welches mit Peter Jacksons THE HOBBIT Premiere feierte. Diesmal scheinbar alles nur vom Feinsten.
Zusätzlich zum Kinofilm erscheint zeitgleich ein Computerspiel für PS3 und XBox 360, das storytechnisch zwischen den beiden Kinofilmen spielt und auf hohem Niveau produziert wurde. Auch dies ist einmalig im bisherigen Star-Trek-Kosmos. Vielleicht ist dies ja dann ebenfalls wegweisend für andere Franchises wie Bond, auch mal den Schritt zum qualitativen Blockbustergame zu machen - gerade Bond und Star Trek bieten beide enormes Potential für aufwendige und gute Spiele auf den modernen Konsolen.
Also steht der Sternenreise in die Dunkelheit am 17. Mai nichts mehr im Wege. Wir freuen uns darauf!
Montag, 24. Dezember 2012
50 Jahre Titeldesign
Die Seite ArtoftheTitle.com hat einen hochinteressanten und detailreichen Artikel über die Geschichte der Bondtitelsequenzen von DOCTOR NO bis SKYFALL veröffentlicht.
Sonntag, 23. Dezember 2012
Sonntag, 16. Dezember 2012
"James Bond - Anatomie eines Mythos"
Der aktuelle Bondfilm SKYFALL bricht zur Zeit alle Rekorde und hat mittlerweile sogar GOLDFINGER auf der Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten überholt - auch inflationsbereinigt. Mehr denn je ist die Frage nach den Ursachen für den anhaltenden Erfolg des popkulturellen Phänomens Bond aktuell. Der Band "James Bond - Anatomie eines Mythos" beschäftigt sich mit eben diesen Ursachen und Hintergründen aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. Von Literatur- und Sprachwissenschaft über Musikwissenschaft und Physik bis hin zu Theologie reicht dabei das Spektrum. Die einzelnen Beiträge liefern selbst für Kenner der Materie sehr interessante und neue Einblicke und Erkenntnisse.
Der erste Teil widmet sich dem literarischen James Bond, dessen Entstehung sowie Ian Flemings erzählerischen Techniken und Strategien. Bemerkenswert fand ich hier den Beitrag von Marc Föcking über den Wandel der literarischen Einordnung der Fleming-Romane, am Beispiel eines Essays von Umberto Eco aus den 1960ern.
Im zweiten Teil geht es um kulturelle, geopolitische, physikalische und musikalische Aspekte der Bondfilme und Parodien. In einem Beitrag über die Bondgirls wird auf die Entwicklungen der Franchise in Bezug auf weibliche Charaktere, aber auch das weibliche Publikum eingegangen. Sehr aufschlußreich ist auch der Beitrag "Soundtrack des Mythos" des Musikwissenschaftlers Tobias Janz. Hier werden exemplarisch ein Titelsong sowie das musikalische Design zweier Filmszenen untersucht, was meine Wertschätzung für den Bondkomponisten John Barry noch vergrößert hat. Metin Tolan - der als Professor für Experimentelle Physik bereits ein sehr lesenswertes Buch über die Physik der Bondfilme verfasst hat - geht auf verschiedene ikonische Szenen aus GOLDFINGER ein.
Die beiden letzten Beiträge beleuchten schließlich mythologische und philosophische Bezüge von James Bond. Zum einen Parallelen zur Figur des Odysseus, zum anderen das Thema Opfer und Erlösung im modernen Blockbuster-Kino, am Beispiel von James Camerons AVATAR und den Bondfilmen. (Letzteres fand ich insofern höchst interessant, dass das dem Thema einer Arbeit in meinem Filmwissenschaftsstudium sehr ähnlich war - Bezüge zur jüdisch-christlichen Religion in den Filmen James Camerons.)
"James Bond - Anatomie eines Mythos" ist ein sehr aufschlussreiches und lesenswertes Buch für alle, die sich für James Bond als zeiten-überdauernden modernen Mythos interessieren.
James Bond - Anatomie eines Mythos
Marc Föcking, Astrid Böger (Herausgeber)
Universitätsverlag WINTER Heidelberg
1. Auflage 2012, 304 Seiten
Reihe: Beiträge zur neueren Literaturgeschichte
ISBN: 978-3-8253-5878-5
Preis: 35,- €
Der erste Teil widmet sich dem literarischen James Bond, dessen Entstehung sowie Ian Flemings erzählerischen Techniken und Strategien. Bemerkenswert fand ich hier den Beitrag von Marc Föcking über den Wandel der literarischen Einordnung der Fleming-Romane, am Beispiel eines Essays von Umberto Eco aus den 1960ern.
Im zweiten Teil geht es um kulturelle, geopolitische, physikalische und musikalische Aspekte der Bondfilme und Parodien. In einem Beitrag über die Bondgirls wird auf die Entwicklungen der Franchise in Bezug auf weibliche Charaktere, aber auch das weibliche Publikum eingegangen. Sehr aufschlußreich ist auch der Beitrag "Soundtrack des Mythos" des Musikwissenschaftlers Tobias Janz. Hier werden exemplarisch ein Titelsong sowie das musikalische Design zweier Filmszenen untersucht, was meine Wertschätzung für den Bondkomponisten John Barry noch vergrößert hat. Metin Tolan - der als Professor für Experimentelle Physik bereits ein sehr lesenswertes Buch über die Physik der Bondfilme verfasst hat - geht auf verschiedene ikonische Szenen aus GOLDFINGER ein.
Die beiden letzten Beiträge beleuchten schließlich mythologische und philosophische Bezüge von James Bond. Zum einen Parallelen zur Figur des Odysseus, zum anderen das Thema Opfer und Erlösung im modernen Blockbuster-Kino, am Beispiel von James Camerons AVATAR und den Bondfilmen. (Letzteres fand ich insofern höchst interessant, dass das dem Thema einer Arbeit in meinem Filmwissenschaftsstudium sehr ähnlich war - Bezüge zur jüdisch-christlichen Religion in den Filmen James Camerons.)
"James Bond - Anatomie eines Mythos" ist ein sehr aufschlussreiches und lesenswertes Buch für alle, die sich für James Bond als zeiten-überdauernden modernen Mythos interessieren.
James Bond - Anatomie eines Mythos
Marc Föcking, Astrid Böger (Herausgeber)
Universitätsverlag WINTER Heidelberg
1. Auflage 2012, 304 Seiten
Reihe: Beiträge zur neueren Literaturgeschichte
ISBN: 978-3-8253-5878-5
Preis: 35,- €
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Rückkehr nach Mittelerde
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
NZ/USA/GB 2012
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Christopher Lee
Während der Rest der Menschheit 2001 so ziemlich begeistert war vom ersten Teil der "Herr der Ringe"-Verfilmung von Peter Jackson war, fand ich den Film damals eher seltsam. Handwerklich zwar überzeugend, aber die Handlung und die Charaktere mit den seltsamen Namen rissen mich nicht wirklich mit. Vor allem der Hauptdarsteller mit den blauen Riesenaugen, der die ganze Zeit gerettet werden musste. Überzeugt und gepackt hat mich das Ganze dann erst ab dem zweiten Teil. Die Dramatik, die monumentalen Landschafts- und Schlachtengemälde und die Musik von Howard Shore.
Mittlerweile mag ich auch den ersten Teil sehr gern, und so war es rundherum einfach ein Genuss, nach knapp zehn Jahren wieder aus der verschneiten kalten Wirklichkeit für drei Stunden in die warme erdige Welt eines gewissen J.R.R. Tolkien abzutauchen. Man vermisst sogar manchmal die Herr-Frodo-Dialoge und gewisse Gesichter und Melodien. Wenn die neuen alten Gefährten auf die Reise gehen oder gegen Feinde kämpfen erwartet man die gewohnten Fanfaren und Themes. Aber letztlich geht auch das neue Hauptthema, das sich in Neil Finns "Song Of The Lonely Mountain" wiederfindet, ins Ohr und erzeugt die gewohnte Gänsehaut.
Martin Freeman, der Watson aus der BBC-Serie "Sherlock", überzeugt als junger Bilbo und funktioniert als Hauptdarsteller tatsächlich besser als Wood. Ian McKellen, Kate Blanchett und Christopher Lee wurden digital und maskenbildnerisch glaubwürdig verjüngt. Mit dem HFR 3D hatte ich kein Problem. (An dieser Stelle muss ich mich als 3D-Fan outen - wahrscheinlich wieder im Gegensatz zum Rest der Menschheit) Zumindest hatte ich weder Geisterbilder, scherenschnitthaft wirkende Objekte im Vordergrund noch Kopfschmerzen oder andere unangenehme Nebenwirkungen nach drei Stunden zu beklagen.
Auch bedrohliche Kreaturen bietet der Film wieder in Perfektion. Angefangen mit Smaug, von dem man noch nicht viel sieht, über lispelnde Trolle und riesige Felswesen. Man merkt, dass Peter Jackson sich alle Mühe gegeben hat, aus der Kindergeschichte um Zwerge und Drachen dieselbe Dramatik und unterschwellige Gefahr herauszuholen wie aus der Roman-Trilogie. Ob der zweite Teil die poetische Weltuntergangsstimmung von THE TWO TOWERS erreichen kann, bleibt abzuwarten.
NZ/USA/GB 2012
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Christopher Lee
Während der Rest der Menschheit 2001 so ziemlich begeistert war vom ersten Teil der "Herr der Ringe"-Verfilmung von Peter Jackson war, fand ich den Film damals eher seltsam. Handwerklich zwar überzeugend, aber die Handlung und die Charaktere mit den seltsamen Namen rissen mich nicht wirklich mit. Vor allem der Hauptdarsteller mit den blauen Riesenaugen, der die ganze Zeit gerettet werden musste. Überzeugt und gepackt hat mich das Ganze dann erst ab dem zweiten Teil. Die Dramatik, die monumentalen Landschafts- und Schlachtengemälde und die Musik von Howard Shore.
Mittlerweile mag ich auch den ersten Teil sehr gern, und so war es rundherum einfach ein Genuss, nach knapp zehn Jahren wieder aus der verschneiten kalten Wirklichkeit für drei Stunden in die warme erdige Welt eines gewissen J.R.R. Tolkien abzutauchen. Man vermisst sogar manchmal die Herr-Frodo-Dialoge und gewisse Gesichter und Melodien. Wenn die neuen alten Gefährten auf die Reise gehen oder gegen Feinde kämpfen erwartet man die gewohnten Fanfaren und Themes. Aber letztlich geht auch das neue Hauptthema, das sich in Neil Finns "Song Of The Lonely Mountain" wiederfindet, ins Ohr und erzeugt die gewohnte Gänsehaut.
Martin Freeman, der Watson aus der BBC-Serie "Sherlock", überzeugt als junger Bilbo und funktioniert als Hauptdarsteller tatsächlich besser als Wood. Ian McKellen, Kate Blanchett und Christopher Lee wurden digital und maskenbildnerisch glaubwürdig verjüngt. Mit dem HFR 3D hatte ich kein Problem. (An dieser Stelle muss ich mich als 3D-Fan outen - wahrscheinlich wieder im Gegensatz zum Rest der Menschheit) Zumindest hatte ich weder Geisterbilder, scherenschnitthaft wirkende Objekte im Vordergrund noch Kopfschmerzen oder andere unangenehme Nebenwirkungen nach drei Stunden zu beklagen.
Auch bedrohliche Kreaturen bietet der Film wieder in Perfektion. Angefangen mit Smaug, von dem man noch nicht viel sieht, über lispelnde Trolle und riesige Felswesen. Man merkt, dass Peter Jackson sich alle Mühe gegeben hat, aus der Kindergeschichte um Zwerge und Drachen dieselbe Dramatik und unterschwellige Gefahr herauszuholen wie aus der Roman-Trilogie. Ob der zweite Teil die poetische Weltuntergangsstimmung von THE TWO TOWERS erreichen kann, bleibt abzuwarten.
Sonntag, 9. Dezember 2012
Gestern und Morgen
"You'll relish the world that I create."
(k.d.lang - Surrender)
Vor 15 Jahren hatte TOMORROW NEVER DIES Weltpremiere im Londoner Odeon. Die Dreharbeiten des Films litten unter einem strengen Zeitplan, was sich im fertigen Film bemerkbar macht. Das sowie die überbordende Action und Product Placement führten dazu, dass der Film von Fans und Kritikern wenig Liebe erfuhr. So schrieb die Cinema beispielsweise, Bond wäre nun endgültig zum Dressman der Lifestyle-Industrie verkommen. Dabei bietet der Film auf den zweiten Blick durchaus viele innovative Ideen.
Aufgrund des Erfolgs von GOLDENEYE bestimmten MGM und United Artists, dass der nächste Bond innerhalb einer Zwei-Jahres-Spanne erscheinen sollte. Die Dreharbeiten begannen ohne fertiges Drehbuch und ohne die Besetzung von Gegenspieler Elliot Carver und dessen Frau Paris.
(k.d.lang - Surrender)
Vor 15 Jahren hatte TOMORROW NEVER DIES Weltpremiere im Londoner Odeon. Die Dreharbeiten des Films litten unter einem strengen Zeitplan, was sich im fertigen Film bemerkbar macht. Das sowie die überbordende Action und Product Placement führten dazu, dass der Film von Fans und Kritikern wenig Liebe erfuhr. So schrieb die Cinema beispielsweise, Bond wäre nun endgültig zum Dressman der Lifestyle-Industrie verkommen. Dabei bietet der Film auf den zweiten Blick durchaus viele innovative Ideen.
Aufgrund des Erfolgs von GOLDENEYE bestimmten MGM und United Artists, dass der nächste Bond innerhalb einer Zwei-Jahres-Spanne erscheinen sollte. Die Dreharbeiten begannen ohne fertiges Drehbuch und ohne die Besetzung von Gegenspieler Elliot Carver und dessen Frau Paris.
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Mission erfolgreich!
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| All Time High! |
In der internationalen Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten hat der Film Platz 30 erreicht und STAR WARS - EPISODE 3 und INCEPTION überholt. Inflationsbereinigt ist jedoch immer noch THUNDERBALL der erfolgreichste James-Bond-Film aller Zeiten, gefolgt von GOLDFINGER.
Sonntag, 2. Dezember 2012
Bildsysteme in Bondfilmen: "Ein Quantum Trost"
In dieser Artikelserie geht es um wiederkehrende visuelle Motive in Bondfilmen, die eine Metapher für bestimmte Aspekte des Hauptthemas des jeweiligen Films darstellen. Solche Bildsysteme (image systems, nach Robert McKee) finden sich sehr häufig in Filmen. Beispiele sind etwa Variationen von Getreide, Korn, Brot, etc. in Peter Weirs Der einzige Zeuge (Witness, 1985) mit Harrison Ford, oder die sich von hochmodern zu archaisch entwickelnde Architektur in Tom Tykwers The International (2009). Verständlicherweise findet man Bildsysteme häufiger in den ambitionierteren Bondfilmen.Sonntag, 25. November 2012
Casino Royale - Die Neuübersetzung
Neben all den Buch-Neuerscheinungen im Bond-Jubiläumsjahr bin ich nun endlich mal dazu gekommen, die neu übersetzten James-Bond-Romane zu lesen, die im Verlag Cross Cult erscheinen. Die deutschen Übersetzungen der Romane und Kurzgeschichtensammlungen von Ian Fleming waren bisher sehr mangelhaft. Mit der Übertragung ins Deutsche an sich, vorgenommen von Günther Eichel ursprünglich für den Ullstein-Verlag, hatte ich eigentlich weniger ein Problem. Ich muss sogar sagen, dass ich mit den vergilbten Seiten und dem heute leicht altmodisch wirkenden Sprachstil eine gewisse Nostalgie verbinde. Die verschlissenen Scherz-Ausgaben habe erst aus der Bibliothek ausgeliehen und sie später dann zusammengekauft.
Sonntag, 18. November 2012
Auf den zweiten Blick
Am Donnerstag hab ich SKYFALL zum zweiten mal gesehen - und zum ersten mal überhaupt saß ich in einem Bondfilm ganz allein im Kino. Zur Ehrenrettung des Films sei gesagt, dass es sich um die 14-Uhr-Vorstellung handelte. Und so war die totale Platzwahl und Konzentration auf den Film möglich. Dabei hat sich mein überwiegend positiver Eindruck bestätigt (siehe hier). (Der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten, also wichtige Handlungsdetails verraten)
Samstag, 10. November 2012
Bondplakate und Fotografien aus 50 Jahren
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| Foto: dpa |
Ab heute ist im Museum Folkwang in Essen die Ausstellung Bond, James Bond... Filmplakate und Fotografien aus fünfzig Jahren zu sehen, die sich diesem faszinierendem Thema widmet. Die Exponate stammen aus den Sammlungen von Thomas Nixdorf und Robert Ganz. Zu sehen ist sie bis zum 13. Januar 2013.
Freitag, 9. November 2012
Berlin Escape
Die Schauplätze der Kurzgeschichte "The Living Daylights" in Berlin
In den Abendstunden des 9. November 1989 wurden die Grenzübergänge in Berlin geöffnet, und die Mauer fiel praktisch über Nacht. Obwohl die Berliner Mauer das Symbol für den Kalten Krieg schlechthin war, spielte sie als Bondschauplatz nur eine Nebenrolle. Im Film war sie erst 1983 kurz in OCTOPUSSY zu sehen (siehe hier). Auch den literarischen Ur-Bond verschlug es nur in einer Kurzgeschichte hierher, nachdem für Ian Flemings James Bond die unsichtbare Front des Kalten Krieges hauptsächlich entlang exotischer Gefilde wie Jamaika, Istanbul oder Japan verlief.
In den Abendstunden des 9. November 1989 wurden die Grenzübergänge in Berlin geöffnet, und die Mauer fiel praktisch über Nacht. Obwohl die Berliner Mauer das Symbol für den Kalten Krieg schlechthin war, spielte sie als Bondschauplatz nur eine Nebenrolle. Im Film war sie erst 1983 kurz in OCTOPUSSY zu sehen (siehe hier). Auch den literarischen Ur-Bond verschlug es nur in einer Kurzgeschichte hierher, nachdem für Ian Flemings James Bond die unsichtbare Front des Kalten Krieges hauptsächlich entlang exotischer Gefilde wie Jamaika, Istanbul oder Japan verlief.
Sonntag, 4. November 2012
Übermenschen wie du und ich
Heute vor dreißig Jahren kam ein Film in die deutschen Kinos, der als der Goldfinger der Star-Trek-Filme bezeichnet werden kann: "Star Trek: Der Zorn des Khan". Nachdem die erste Kinomission von Kirk, Spock und Co. eher verhaltene Kritiken erntete, gilt der Nachfolger bis heute als unerreichter Klassiker.* Der von Ricardo Montalban verkörperte Bösewicht Khan Noonien Singh ist einer der besten im gesamten Science-Fiction-Genre. Dabei hatte Montalban, der während der Dreharbeiten noch an der Serie "Fantasy Island" arbeitete - zusammen mit Hervé Villechaize (Nick-Nack in THE MAN WITH THE GOLDEN GUN), zuvor Zweifel, die Rolle noch einmal zu übernehmen.Khan kam bereits in der originalen Fernsehserie vor, in der Folge "Der schlafende Tiger" ("Space Seed", 1966). Er ist das Produkt einer genetischen Manipulation an menschlichen Embryonen Ende des 20. Jahrhunderts. In Nietzsches Sinne sollten diese "Übermenschen" oder Augments zum Wohle der Menschheit die Macht übernehmen. Allerdings führte das 1992 zu den sogenannten Eugenischen Kriegen, in deren Verlauf ganze Völker ausgelöscht wurden und Khan und seine Nachfolger (im Film übrigens von Chippendale-Tänzern dargestellt) in den Weltraum entkamen. Zum Glück verliefen die Neunziger Jahre letztendlich etwas weniger aufregend...
Interessanterweise kreierte man für A VIEW TO A KILL ("Im Angesicht des Todes") drei Jahre später einen Antagonisten mit sehr ähnlichem Hintergrund. Auch Max Zorin - dargestellt von Oscargewinner Christopher Walken - ist das Ergebnis eines Experimenten an Embryonen, aus denen Supermenschen hervorgehen sollten. Dieses Experimente wurden während des 2. Weltkriegs von Dr. Hans Glaub (später Carl Mortner, dargestellt von Willoughby Gray) geleitet, der schwangeren Frauen Steroide injizierte.Ähnlich wie Khan ist auch Zorin überdurchschnittlich stark und intelligent und hat ebenso größenwahnsinnige wie skrupellose Machtgelüste. Mit Hilfe eines doppelten Erdbebens will er das gesamte Silicon Valley fluten, um sich dadurch das Mikrochip-Monopol zu sichern (Ein Plan, der wiederum an den ersten Superman-Film erinnert, wo ebenfalls ein künstliches Erdbeben in der St-Andreas-Spalte verursacht werden soll). Ursprünglich war Zorins Plan auch sehr spacig: In einem frühen Drehbuch-Entwurf sollte er die Bahn des Halleyschen Kometen zu verändern versuchen. Dieser kam 1986 tatsächlich der Erde wieder nahe, und wurde von mehreren Sonden angeflogen und untersucht. Die Idee wurde jedoch schnell wieder verworfen, vielleicht weil ein Einschlag nicht nur Silicon Valley vernichten würde, oder weil es noch mehr an Star Trek erinnerte. Aber immerhin könnte man die Idee bei der nächsten Annäherung 2062 wieder verwerten - zum 100. Jubiläum mit dem ultimativen Skyfall...
* Mein persönlicher Lieblingsfilm der Franchise ist zwar "Star Trek: Der Film", aber ich liebe "Zorn..." trotzdem sehr, vor allem Spocks Sterbeszene ist grandios - "Seien Sie nicht traurig, seien Sie logisch!" ... Mit seinen Themen Alter, Tod und Wiedergeburt könnte man den Film auch den Skyfall der Kinofilme nennen...
Mittwoch, 31. Oktober 2012
Die Sünden der Mütter
Skyfall
James Bond ist zurück - zum 23. Mal in 50 Jahren! (Eigentlich schon zum 24. Mal, zählt man das Remake "Sag niemals nie" dazu) Was heute so selbstverständlich wirkt, war es nicht immer. Wenn Bond im Film zu seinem Gegenspieler Raoul Silva sagt, dass sein Hobby Auferstehung sei, dann ist das auch eine treffende Beschreibung der Franchise-Geschichte. Während in der Realität wohl niemand einen Agenten wie Bond nachhause schicken würde, wurde die Relevanz Bonds vor allem nach Ende des Kalten Krieges regelmäßig in Zweifel gezogen. Zuletzt gab die Krise des Studios MGM der Doppelnull ein großes Fragezeichen. Doch Bond ist auferstanden, pünktlich zum goldenen Jubiläum des ersten Bondabenteuers DOCTOR NO.
GB 2012
Regie: Sam Mendes
Darsteller: Daniel Craig, Javier Bardem, Bérénice Marlohe, Judi Dench
SKYFALL feiert Deutschlandpremiere
Gestern abend war die Deutschlandpremiere des 23. 007-Abenteuers SKYFALL in Berlin, diesmal nicht im Cinestar am Potsdamer Platz wie die Vorgängerfilme, sondern zum ersten Mal im Berlinale-Theater. Kurz nach 17 Uhr trafen die ersten Prominenten ein, darunter zahlreiche deutsche Schauspieler aus Bondfilmen, wie Clemens Schick, Ludger Pistor, Jürgen Tarrach und Model Veruschka von Lehndorff (CASINO ROYALE) sowie Daniel Craigs deutsche Synchronstimme Dietmar Wunder. Gegen 19:30 Uhr trafen schließlich Daniel Craig, Bérénice Marlohe, Produzentin Barbara Broccoli und Regisseur Sam Mendes ein.
Mehr Bilder von der Deutschlandpremiere gibt es auf der Facebook-Seite von Bond & Beyond!
Copyright: Bondandbeyond.de
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| Ludger Pistor (Mendel in "Casino Royale") mit Christina Perera |
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| Jürgen Tarrach (Schultz in "Casino Royale") mit Tochter Sophi Böhme-Tarrach |
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| Produzentin Barbara Broccoli im Pro7-Interview |
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| Bérénice Marlohe, Sam Mendes, Barbara Broccoli, Daniel Craig |
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| Daniel Craig im Interview |
| Bérénice Marlohe (Severine): Eine Augenweide |
| James Bond 007 |
Copyright: Bondandbeyond.de
Samstag, 27. Oktober 2012
Bond in Cortina (3)
| Logo der Olympischen Winterspiele 1956 (Quelle: Wikipedia) |
2) Piazza Venezia
Trampolino Olimpico
Nicht erst seit den diesjährigen Olympischen Spielen in London, zu deren Eröffnung 007 mit der Queen per Fallschirm eintraf, gibt es Verbindungen zwischen Bondfilmen und den Spielen. Die Bob- und Skijagden in ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE (Im Geheimdienst Ihrer Majestät, 1969) wurden mit Hilfe von Schweizer Olympia-Athleten realisiert. FOR YOUR EYES ONLY (In tödlicher Mission, 1981) beinhaltete zahlreiche Referenzen an den 007-Klassiker mit George Lazenby, darunter auch eine längere Skijagd, in die diverse olympische Wintersportarten wie Biathlon, Bobsport und Schanzenspringen integriert wurden. Für letzteres benutzte man die Sprungschanze in Cortina d'Ampezzo, die für die Olympischen Winterspiele 1956 erbaut wurde.
Seit den Dreharbeiten in den Achtziger Jahren wurde die Schanze leider immer mehr dem Verfall preisgegeben. Bei meinem Besuch im Sommer dieses Jahres sah es allerdings so aus, als ob sie restauriert wird.
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| Blick auf Cortina unterhalb der Sprungschanze |

Samstag, 20. Oktober 2012
50 Years of Bond Mix
Ein interessant gemachter Clip mit Momenten aus allen Bondfilmen, man sieht auch kurz Bonds Sturz ins Wasser aus der SKYFALL-Teasersequenz, der in den Trailern noch nicht zu sehen war:
Hier auch einige Interessante Fakten aus dem neuen Bondfilm, bei denen man unter anderem erfährt, in welcher Form Cola im Film eingesetzt wurde, und, zum Thema Cola passend, eine geniale Werbeidee von Coke Zero.
Hier auch einige Interessante Fakten aus dem neuen Bondfilm, bei denen man unter anderem erfährt, in welcher Form Cola im Film eingesetzt wurde, und, zum Thema Cola passend, eine geniale Werbeidee von Coke Zero.
Sonntag, 14. Oktober 2012
007 XXS
50 Jahre "James Bond 007 jagt Dr. No"
Danny Morgenstern kennt James Bond wie seine Westentasche. Und vom Format her gut in selbige passt auch sein neuestes Buch 007 XXS - 50 Jahre "James Bond 007 jagt Dr. No". 2006 hatte Morgenstern mit dem zweibändigen Mammutwerk James Bond XXL das weltweit umfangreichste Nachschlagewerk zum Thema James Bond vorgelegt.
Der "kleine Bruder" 007 XXS bietet nun auf handliche 104 Seiten verdichtete Fakten und Wissenswertes rund um den Film und den Roman "James Bond 007 jagt Dr. No". Selbst langjährige Bondfans dürften hier auf die eine oder andere Neuigkeit stoßen. Mir war beispielsweise bisher nicht geläufig, dass "Wedding Party" vom LICENCE TO KILL-Soundtrack eine musikalische Referenz an DOCTOR NO ist. Auch sonst gibt es im an Eigenzitaten reichen Bonduniversum zahlreiche Verweise an den Filmklassiker, der vor 50 Jahren in die britischen Kinos kam. Und auch im neusten James-Bond-Streifen SKYFALL gibt es eine kleine Referenz an DOCTOR NO.
Ein Kapitel zu den Einspielergebnissen und Zuschauerzahlen der Bondfilme sowie die ausführlichen Film-Credits machen das Buch zu einem nützlichen und handlichen Nachschlagewerk. Bondfans dürfen sich auf weitere XXS-Bücher zu den jeweiligen Jubiläen der Filme und Romane freuen.
Über den Autor: Danny Morgenstern war Mitarbeiter für das Stadtmagazin „Cockta!l“ (zuletzt als Kolumnist), schrieb für die Boulevard-Zeitung „Extra“ und für die Braunschweiger Zeitung.
2001 war er Co-Autor beim „Lexikon der Idole“ (Schwarzkopf und Schwarzkopf) von Michael Völkel und Karsten Weyershausen. Im selben Verlag erschien Morgensterns Buch „James Bond XXL“ (2006), das als Standardwerk auf dem Gebiet „James Bond“ gilt. Zuletzt erschienen Danny Morgensterns experimentelle Bücher „Stöhnen – aber richtig! Der etwas andere Oralverkehr“ (2010) und „Der LiebesLebenRetter“ (2011). Danny Morgenstern ist Business-Knigge-Trainer, schult Dienstleister in Seminaren mit den Themenschwerpunken „Moderne Umgangsformen“, Körpersprache, Kommunikation, Motivation und Umgang mit Kunden. Als Moderator führte Morgenstern durch mehrere große Veranstaltungen, die auch live im Fernsehen übertragen wurden (u.a. 2008 die „German Masters“, zusammen mit Isabel Edvardsson). Als Initiator des „World Freeze Day“ hat der Braunschweiger in den letzten Jahren deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt.
Danny Morgenstern kennt James Bond wie seine Westentasche. Und vom Format her gut in selbige passt auch sein neuestes Buch 007 XXS - 50 Jahre "James Bond 007 jagt Dr. No". 2006 hatte Morgenstern mit dem zweibändigen Mammutwerk James Bond XXL das weltweit umfangreichste Nachschlagewerk zum Thema James Bond vorgelegt.
Der "kleine Bruder" 007 XXS bietet nun auf handliche 104 Seiten verdichtete Fakten und Wissenswertes rund um den Film und den Roman "James Bond 007 jagt Dr. No". Selbst langjährige Bondfans dürften hier auf die eine oder andere Neuigkeit stoßen. Mir war beispielsweise bisher nicht geläufig, dass "Wedding Party" vom LICENCE TO KILL-Soundtrack eine musikalische Referenz an DOCTOR NO ist. Auch sonst gibt es im an Eigenzitaten reichen Bonduniversum zahlreiche Verweise an den Filmklassiker, der vor 50 Jahren in die britischen Kinos kam. Und auch im neusten James-Bond-Streifen SKYFALL gibt es eine kleine Referenz an DOCTOR NO.
Ein Kapitel zu den Einspielergebnissen und Zuschauerzahlen der Bondfilme sowie die ausführlichen Film-Credits machen das Buch zu einem nützlichen und handlichen Nachschlagewerk. Bondfans dürfen sich auf weitere XXS-Bücher zu den jeweiligen Jubiläen der Filme und Romane freuen.
Über den Autor: Danny Morgenstern war Mitarbeiter für das Stadtmagazin „Cockta!l“ (zuletzt als Kolumnist), schrieb für die Boulevard-Zeitung „Extra“ und für die Braunschweiger Zeitung.
2001 war er Co-Autor beim „Lexikon der Idole“ (Schwarzkopf und Schwarzkopf) von Michael Völkel und Karsten Weyershausen. Im selben Verlag erschien Morgensterns Buch „James Bond XXL“ (2006), das als Standardwerk auf dem Gebiet „James Bond“ gilt. Zuletzt erschienen Danny Morgensterns experimentelle Bücher „Stöhnen – aber richtig! Der etwas andere Oralverkehr“ (2010) und „Der LiebesLebenRetter“ (2011). Danny Morgenstern ist Business-Knigge-Trainer, schult Dienstleister in Seminaren mit den Themenschwerpunken „Moderne Umgangsformen“, Körpersprache, Kommunikation, Motivation und Umgang mit Kunden. Als Moderator führte Morgenstern durch mehrere große Veranstaltungen, die auch live im Fernsehen übertragen wurden (u.a. 2008 die „German Masters“, zusammen mit Isabel Edvardsson). Als Initiator des „World Freeze Day“ hat der Braunschweiger in den letzten Jahren deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Sir Roger Moore: "Bond über Bond"
Alles über die erfolgreichste Kinoserie der Welt
Nach seiner Autobiographie "Mein Name ist Bond... James Bond" widmet sich Sir Roger Moore in diesem Buch ausschließlich dem Bonduniversum. Nach den zahllosen Büchern, die über den britischen Superagenten geschrieben wurden, ist ein Buch über die Filmreihe aus der Perspektive eines seiner erfolgreichsten Hauptdarstellers ein sehr interessantes Novum. Neben Informationen und zahlreichen - zum Teil noch nicht gesehenen - Bildern zu allen Bondfilmen plaudert Moore aus dem Nähkästchen und verrät so manches für Fans neue Detail.
Anlass ist nicht nur das fünfzigjährige Jubiläum der Filme, sondern auch das vierzigjährige Bondjubiläum von Sir Roger, der im Oktober 1972 die Walther von Sean Connery übernahm.
Das Buch widmet sich dabei verschiedenen Aspekten der Reihe, wie Girls, Bösewichte, Autos, Lifestyle oder Schauplätze, mit dem Schwerpunkt auf Moores sieben Bondfilmen. Amüsant ist dabei wie schon in seiner Autobiographie der charmante und selbstironische Schreibstil. Bei Moores Humor kann man sich gut vorstellen, wie locker und freundschaftlich es seinerzeit bei den Bonddreharbeiten zugegangen sein muss. Die Fotos vom Set verstärken diesen Eindruck. 'Die gute alte Zeit...', denkt man da unwillkürlich.
Doch die Dreharbeiten waren offenbar auch oft nicht ungefährlich, beispielsweise Moores Ritt auf einem Jet Bike für THE SPY WHO LOVED ME oder die Jagden über stark verschmutzte Gewässer in Indien und Thailand. Sir Roger Moore beschreibt auch, wie er seine eigene Bondinterpretation in den Beschreibungen von Ian Fleming fand. Ich bin mit Moores Bond aufgewachsen - "Der Spion, der mich liebte" aus meinem Geburtsjahr 1977 war mein erster Bond im Fernsehen - und er ist bis heute mein Lieblingsbonddarsteller. So weit entfernt von Flemings Bond war er für mich auch nie. Wie Bond war Sir Roger Moore beispielsweise immer ein Freund gehobener Gaumenfreuden und ein "Frauenheld".
"Bond über Bond" ist sehr empfehlenswert und sollte in keinem Bondfan-Bücherschrank fehlen.
Gebunden, 224 Seiten
mit 400 farbigen und
schwarz-weißen Abbildungen
Preis € [D]29,95 [A] 30,80 / sFr 40,90
ISBN 978-3-86873-501-7
Nach seiner Autobiographie "Mein Name ist Bond... James Bond" widmet sich Sir Roger Moore in diesem Buch ausschließlich dem Bonduniversum. Nach den zahllosen Büchern, die über den britischen Superagenten geschrieben wurden, ist ein Buch über die Filmreihe aus der Perspektive eines seiner erfolgreichsten Hauptdarstellers ein sehr interessantes Novum. Neben Informationen und zahlreichen - zum Teil noch nicht gesehenen - Bildern zu allen Bondfilmen plaudert Moore aus dem Nähkästchen und verrät so manches für Fans neue Detail.
Anlass ist nicht nur das fünfzigjährige Jubiläum der Filme, sondern auch das vierzigjährige Bondjubiläum von Sir Roger, der im Oktober 1972 die Walther von Sean Connery übernahm.
Das Buch widmet sich dabei verschiedenen Aspekten der Reihe, wie Girls, Bösewichte, Autos, Lifestyle oder Schauplätze, mit dem Schwerpunkt auf Moores sieben Bondfilmen. Amüsant ist dabei wie schon in seiner Autobiographie der charmante und selbstironische Schreibstil. Bei Moores Humor kann man sich gut vorstellen, wie locker und freundschaftlich es seinerzeit bei den Bonddreharbeiten zugegangen sein muss. Die Fotos vom Set verstärken diesen Eindruck. 'Die gute alte Zeit...', denkt man da unwillkürlich.Doch die Dreharbeiten waren offenbar auch oft nicht ungefährlich, beispielsweise Moores Ritt auf einem Jet Bike für THE SPY WHO LOVED ME oder die Jagden über stark verschmutzte Gewässer in Indien und Thailand. Sir Roger Moore beschreibt auch, wie er seine eigene Bondinterpretation in den Beschreibungen von Ian Fleming fand. Ich bin mit Moores Bond aufgewachsen - "Der Spion, der mich liebte" aus meinem Geburtsjahr 1977 war mein erster Bond im Fernsehen - und er ist bis heute mein Lieblingsbonddarsteller. So weit entfernt von Flemings Bond war er für mich auch nie. Wie Bond war Sir Roger Moore beispielsweise immer ein Freund gehobener Gaumenfreuden und ein "Frauenheld".
"Bond über Bond" ist sehr empfehlenswert und sollte in keinem Bondfan-Bücherschrank fehlen.
Gebunden, 224 Seiten
mit 400 farbigen und
schwarz-weißen Abbildungen
Preis € [D]29,95 [A] 30,80 / sFr 40,90
ISBN 978-3-86873-501-7
In eigener Sache
Zur Zeit kann ich hier etwas weniger schreiben und veröffentlichen, da ich mich im Krankenhaus befinde.
Stay tuned....
Stay tuned....
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Skyfall-Song online!
Passend zum Goldenen Jubiläum der Londoner Uraufführung von DR. NO hat SONY den langerwarteten Titelsong zu SKYFALL von Adele veröffentlicht! Es ist der erste Bondsong der Craig-Ära, der auch den Titel des Films trägt.
Am morgigen Sonnabend ist DR. NO noch einmal auf der großen Leinwand zu sehen, im Braunschweiger Kino C1.
Am morgigen Sonnabend ist DR. NO noch einmal auf der großen Leinwand zu sehen, im Braunschweiger Kino C1.
Dienstag, 2. Oktober 2012
Alter-Ego-Shooter
LooperUSA 2012
Regie und Drehbuch: Rian Johnson
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Bruce Willis, Emily Blunt, Piper Perabo
Die gute Nachricht zuerst: In sechzig Jahren sind Zeitreisen möglich. Allerdings keine spannenden Trips in den Wilden Westen oder die Kreidezeit. Die Zeittouristen können ihre Ausflüge kaum genießen, denn unmittelbar nach Ankunft werden sie auch gleich in die ewigen Jagdgründe weiterbefördert. Da Zeitreisen offiziell verboten sind, werden sie von Verbrecherorganisationen zur perfekten Eliminierung von unliebsamen Zeitgenossen genutzt. Sogenannte Looper töten und entsorgen die Opfer in der Vergangenheit, damit sie in der Zukunft keine DNA-Spuren mehr hinterlassen.
So weit, so düster. Aus dieser ebenso originellen wie pessimistischen Idee entspinnt Autor und Regisseur Rian Johnson (Brick) eine Zukunft, die in ihrer perfiden Brutalität bedrückend realistisch wirkt. Um die Looper als unliebsame Mitwisser loszuwerden, schickt man deren zukünftige Alter-Egos ebenfalls als Opfer in die Vergangenheit. Da Joe (Joseph Gordon-Levitt) in 30 Jahren jedoch die Coolness von Bruce Willis entwickelt, erweist sich die Tötung des Zukunfts-Ichs viel schwieriger als erwartet.
Charakterkopf Bruce Willis ist hier in einer Rolle zu sehen, die an 12 MONKEYS (1995) von Terry Gilliam erinnert - auch dort reiste er aus einer düsteren Zukunft durch die Zeit zurück und begegnete sich selbst. Trotz dieser Gemeinsamkeiten stellt LOOPER vom Konzept her aber einen Gegenentwurf zu diesem Film dar. Zeitreisegeschichten sind ja immer auch ein philosophischer Kommentar zur alten Frage des freien Willens. In
12 MONKEYS können die Protagonisten den Zeitablauf nicht verändern, weil alle ihre Handlungen Teil desselben und durch physikalische Gesetze vorherbestimmt sind. Freier Wille ist dort eine Illusion. In LOOPER und auch den meisten anderen Zeitreisefilmen dagegen, wie ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT I bis III, THE BUTTERFLY EFFECT und den STAR-TREK-Zeitreisen, stellt der freie Wille der Protagonisten eine reelle Kraft dar, die unabhängig von physikalischen Gesetzen und Ursache-Wirkungs-Prinzipien ist und den Ablauf der Dinge verändern kann.
So düster Filme wie LOOPER oder THE BUTTERFLY EFFECT also auch sind, im Grunde sind sie ein sehr optimistisches Plädoyer für die Freiheit des Willens. Die Stärke von LOOPER ist, dass Rian Johnson als Autor diese philosophischen Implikationen bewusst einsetzt. Und so ist der Film nicht nur ein Science-Fiction-Actioner mit einer originellen Grundidee, sondern auch ein Film über die kleinen und großen Entscheidungen, die das ganze Leben zum Guten oder zum Schlechten verändern können, und über den Generationenkonlikt mit dem eigenen Ich durch sich verändernde Prioritäten. Die sich durch die Zeit-Paradoxa ergebenden Effekte nutzt der Film clever für sich, zum Beispiel mit einer albtraumhaften Stirb-langsam-Sequenz im buchstäblichen Sinn.
Obwohl LOOPER durch solide Effekte und futuristische Sets überzeugt, ist die wahre Sensation sein Hauptdarsteller. Joseph Gordon-Levitt, der schon in INCEPTION und THE DARK KNIGHT RISES beeindruckte, wirkt hier wie ein lebender Spezialeffekt - so verblüffend beherrscht er Mimik und Gestus von Bruce Willis. Die oscarreife Maske verstärkt diesen Effekt noch. Man meint in vielen Szenen den jungen Willis aus der Serie "Das Modell und der Schnüffler" vor sich zu haben, und das obwohl Gordon-Levitt im richtigen Leben eigentlich überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem Armageddon-Star hat. Ebenfalls aus dem eh schon guten Schauspielensemble herausragend ist der fünfjährige Pierce Gagnon.
LOOPER ist eine der positivsten Filmüberraschungen dieses Jahres. Einige kleinere Mängel trüben diesen Eindruck nur leicht. Zum einen macht der Film unnötigerweise eine zweite Science-Fiction-Baustelle auf, und verkauft dem Zuschauer zwei Konzepte, wo eins - die Zeitreise - eigentlich ausgereicht hätte. Zum anderen hatte ich nach dem hypnotisierenden Ideen-Feuerwerk in den beiden ersten Dritteln gegen Ende das Gefühl, dass das Konzept nicht völlig ausgereizt wurde. Und auch Bruce Willis´ Figur wirkt im Finale leider nicht mehr völlig glaubwürdig. Zum ganz großen Wurf à la INCEPTION reicht es deshalb für mich nicht, aber LOOPER ist trotzdem beeindruckend und sehr sehenswert. Und er regt zum Nachdenken an, und das ist viel mehr, als man von den meisten Blockbustern sagen kann.
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