Vor 45 Jahren wurde für den literarischen Bond eine neue Ära eingeläutet
1981 markierte einen Neubeginn für James Bond 007 in dem Medium, in dem er geboren wurde: Den Romanen. Bis dahin gab es die originalen Bücher und Kurzgeschichtensammlungen von Ian Fleming, einen recht gelungenen Nachfolgeroman von Kingsley Amis und, noch relativ frisch dazugekommen, zwei Novelisierungen von Bondfilmen aus der Feder von Christopher Wood.Als Fleming-Nachfolger ausgewählt wurde der britische Thriller-Autor John Edmund Gardner, der einen ähnlichen Ansatz verfolgte wie die Bondfilme bis dato: Bond wird einfach in die jeweilige Gegenwart versetzt und seine früheren Abenteuer in rückwirkender Kontinuität angepasst. Und so konfrontierte John Gardner seinen James Bond mit typischen 80er-Jahre-Themen wie Cyberterrorismus oder Anti-Atomkraftbewegung, während er klassische Fleming-Elemente beibehielt oder variierte. Obwohl sich Gardner einiger Kritik ausgesetzt sah, boten die Romane für jugendliche Bondfans eine dankbare Ergänzung zu den Filmen - so auch für mich.
