Mittwoch, 31. Dezember 2014

2015

Bond & Beyond wünscht allen Lesern und Bondfans ein schönes neues Jahr mit viel Vorfreude, vielen spannenden Neuigkeiten und schließlich einem phantastischen Bondfilm!

Bond & Beyond wishes all readers and Bond fans a happy new year with pleasant anticipation, many exciting news and finally a great new movie!


Montag, 29. Dezember 2014

Das finale Feuerwerk

SKYFALL - Explodierende Skyfall Lodge
Nachhaltige Vergangenheitsbewältigung in SKYFALL
Eines der ungeschriebenen Gesetze im Bonduniversum sieht vor, dass gegen Ende des Films massiv Pyrotechnik zum Einsatz kommt. Irgendwie setzt immer irgendwer irdendetwas in Brand. Fast immer. In 24 Filmen ist diese Genre-Regel wie alle anderen zu einem Klischee geworden, und das Spielen mit diesem Klischee zeigt die Kreativität der Drehbuchautoren. Und manchmal leider auch deren Mangel.




Eine gewisse Ironie birgt dabei der Umstand, dass durch das große Feuerwerk am Ende oft ein noch viel größeres, meist atomares Feuerwerk verhindert wird. Im ersten Bondfilm DR. NO schaffte man diese klare Trennung noch nicht ganz, denn bei bei genauerer Betrachtung verursacht Bond durch den GAU von Dr. Nos Atomreaktor die Verseuchung eines Großteils der Karibik.

Meist schließt der Plan des Schurken die Verwendung von leicht brennbaren und explosiven Stoffen mit ein. So hat Max Zorin in A VIEW TO A KILL ein paar Stangen des für seinen Plan erforderlichen Dynamits auch an Bord seines Luftschiffs, so dass es auch ohne dem seit dem Hindenburg-Unglück verbotenen Wasserstoff als Traggas explodieren kann. Blofeld hat praktischerweise ein Faible für grundsätzlich explosible Orte, wie Vulkane und Ölbohrstationen. Und Franz Sanchez benutzt ausgerechnet Benzin zum Drogenschmuggel.

In einer Vielzahl der Filme ergibt sich die finale Destruktionsorgie einfach aus einer militärischen Großinitiative zur Vereitlung des antagonistischen Plans oder zur Zerstörung des Schurken-Verstecks. Dazu zählen GOLDFINGER, THUNDERBALL, ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE, DIAMONDS ARE FOREVER, THE SPY WHO LOVED ME, MOONRAKER, NEVER SAY NEVER AGAIN, THE LIVING DAYLIGHTS und TOMORROW NEVER DIES.

Eine Variation des Feuerwerks ist die Verwendung von Wasser als zerstörendem Element, vorzugsweise in leckgeschlagenen und untergehenden Räumlichkeiten, wie etwa THE SPY WHO LOVED ME, THE WORLD IS NOT ENOUGH oder CASINO ROYALE.

Blofeld bringt seinen Vulkan in YOU ONLY LIVE TWICE durch gezielte Sprengungen gleich selbst zum ausbrechen. Kanangas Versteck wird in LIVE AND LET DIE überhaupt nicht zerstört, was als Ausnahme von der Regel auch sehr gut funktioniert.

Ice Bucket Challenge für Fortgeschrittene:
THE MAN WITH THE GOLDEN GUN
In THE MAN WITH THE GOLDEN GUN gibt es weder angreifende noch verteidigende Armeen, nur einen einzigen Techniker. Dass das Ausschalten dieses Gegners auch gleich das obligatorische Feuerwerk auslöst ist eine geniale Idee in diesem recht unterschätzten Bondfilm. Das für die Solex-Anlage irgendwie notwendige flüssige Helium dehnt sich explosionsartig aus, sobald es mit warmen Körpern konfrontiert wird. (Scaramanga macht dafür Fehler Nr. 87 auf der Evil-Overlord-Liste, indem er die entsprechenden Bottiche nicht idiotensicher abdeckt: My vats of hazardous chemicals will be covered when not in use. Also, I will not construct walkways above them.)

Im bereits erwähnten LICENCE TO KILL ist der entscheidende Zündfunke ebenfalls sehr schön umgesetzt. Ein Techniker demonstriert die Brennbarkeit des Benzins und damit die mögliche Beseitigung der Beweise für den Drogenschmuggel, was Bond wiederum nutzt, um sich der Aufmerksamkeit des Handlangers Dario zu entziehen.

In GOLDENEYE stellt sich die grundsätzliche Frage, wie die Steueranlage einer Radarschüssel, die zudem durch dutzende Hektoliter Wasser versteckt wird, explodieren kann. Für den Betrieb sind scheinbar Tonnen von Treibstoff notwendig, die Bond mit Zündern versieht. Die Zündung an sich spielt dann sehr schön mit den Erwartungen. Trevelyan deaktiviert den Zünder, indem er Bond alle Gadgets abnimmt. Der fahrlässige Umgang mit einem dieser Gadgets löst sie dann unbeabsichtigt doch wieder aus.

In DIE ANOTHER DAY nutzt man für die Zerstörung des Eispalastes sowie der Antonov die Weltraumwaffe des Schurken. Innerhalb der Reihe durchaus innovativ und ökonomisch.

Der Untergang eines Hauses in Venedig in CASINO ROYALE ist eine sehr kreative und wirkungsvolle Variation der finalen Zerstörung. Das genaue Gegenteil findet sich im Nachfolger QUANTUM OF SOLACE. Wie könnte hier ein Hotel mitten in einer Wüste zerstört werden? Ein Untergehen in einem Sandsturm wäre vielleicht eine neue Idee gewesen. Stattdessen wird dem Zuschauer auf wenig elegante Art vermittelt, dass das Hotel über Brennstoffzellen mit Energie versorgt wird. Man hört die Anlage anspringen, der Polizeichef erklärt die Tatsache, und Medrano fügt noch hinzu: "Klingt sehr instabil." Unauffälliges 'information dropping' sieht anders aus. (Im Theater gab es früher ähnliche Dialoge zwischen Butler und Dienstmädchen, deren alleiniger Zweck war, dem Zuschauer handlungswichtige Details mitzuteilen.)

Die Brennstoffzellen erweisen sich dann auch als dermaßen instabil, dass es bereits genügt, mit einem Auto aus Versehen dran zu fahren - und schon ist das gesamte Hotel in Flammen. Für mich der bisher am unbefriedigendsten umgesetzte Auslöser für das finale Feuerwerk. Die Kreativität eines Films zeigt sich eben auch (oder vor allem?) in solch kleinen Details. (Dafür berücksichtigt Greene allerdings clevererweise Nr. 10 der Liste: "I will not interrogate my enemies in the inner sanctum -- a small hotel well outside my borders will work just as well.")

Der dritte Craig-Bond SKYFALL erweist sich in dem Punkt als solide. Wenn man in einem Bondfilm einen Hubschrauber sieht, kann man relativ sicher sein, dass er kurz darauf in einem Feuerball enden wird. So setzt auch hier ein Helikopter die Skyfall Lodge wirkungsvoll in Brand. Und selten sah das Feuerwerk auch so schön aus wie hier.

Freitag, 26. Dezember 2014

In 80 Tagen um die Welt

Vor 25 Jahren wurde der Dreiteiler In 80 Tagen um die Welt im ZDF ausgestrahlt. Genau genommen am 25. Dezember 1989 der erste, am 28. der zweite und am 30. Dezember der dritte und letzte Teil. Die Miniserie war eine Paraderolle für den attraktiven Iren Pierce Brosnan und ein weltweiter Erfolg. Auch die übrige Besetzung war genial: Eric Idle als Passepartout, Sir Peter Ustinov als Detektiv Fix sowie zahlreiche Stars aus Bondfilmen, wie Sir Christopher Lee, Patrick Macnee, Gabriele Ferzetti oder Jill St. John.

Im November gab es eine neue DVD-Veröffentlichung des sehenswerten Dreiteilers. Lohnt sich der Kauf?




Optisch ist die DVD ansprechender als die frühere Version. Die Doppel-DVD steckt in einer edel wirkenden Papphülle, der hässliche Altersfreigabenstempel ist zum Glück abziehbar. Sie enthält zudem ein sehr schön gestaltetes, 12seitiges Booklet. Der Ton ist jetzt sowohl in englisch als auch in deutsch Dolby Digital 2.0. Das Bild ist leider nicht erheblich besser. Eine umfassende Restaurierung des Originalmaterials und eine Bluray-Veröffentlichung wären wünschenswert.

Die Extras beschränken sich leider auf eine Bildergalerie und den Trailer. Zusätzliche Infos, Audiokommentare oder ein Making-of wären für zukünftige Veröffentlichungen hier ebenfalls sehr schön.

Im Gegensatz zur 2003er Veröffentlichung sind jetzt einige Szenen wieder enthalten, die seinerzeit sowohl in der BRD- als auch in der DDR-Ausstrahlung herausgeschnitten wurden. Im Fernsehen der DDR lief die Miniserie bereits im November 1989 mit eigener Synchronisation. Diese DDR-Synchronisation wurde meines Wissens bisher noch nicht veröffentlicht. Da Sprecher Lutz Mackensy auf Pierce Brosnan sehr gewöhnungsbedürftig ist, würde mich diese Fassung interessieren. (Mackensy an sich mag ich sehr, beispielsweise als Elliott Carver oder Doc Brown in BACK TO THE FUTURE II und III.) Deshalb bevorzuge ich auch das englische Original.

Der Dreiteiler ist für mich die bisher beste Umsetzung des Jules-Verne-Klassikers. Die Verfilmung von 1958 mit Sir David Niven wurde zwar an wesentlich mehr Originalschauplätzen gedreht - wie Spanien, Japan, Thailand, China oder die USA - wirkt aber streckenweise etwas langatmig und betulich, wie eine National-Geographic-Dokumentation ohne Sprecher. Als 12jähriger Jules-Verne-Fan mochte ich diese Verfilmung außerordentlich, und ich verbinde viele Erinnerungen damit.

Da eine Bluray-Ausgabe mit neuem Bonusmaterial nicht in Sicht zu sein scheint, ist diese Doppel-DVD für alle Brosnan- und Jules-Verne-Freunde eine gute, wenn auch leider keine ideale Alternative.

(Zu weiteren Verbindungen zwischen Bond und Jules Verne hier.)

Dienstag, 23. Dezember 2014

Bond & Beyond wünscht...

... allen Lesern einen schönen und erholsamen Jahresausklang!

Bond & Beyond wishes quiet and peaceful holidays to all readers!

Blofelds Katze
Bildquelle

Montag, 22. Dezember 2014

gunbarrel - Das Magazin des James Bond Club Deutschland

"Der Schlüssel zu einer guten Story lautet nicht Wer, oder Was, oder Wann", sagt Medien-Tycoon Elliott Carver in TOMORROW NEVER DIES, "sondern Wieso". An der ersten Ausgabe des Magazins des deutschen James Bond Club e.V. - gunbarrel - hätte der Hamburger Nachrichtenmacher sicher seine Freude. Denn es sieht nicht nur gut aus, sondern enthält auch sehr gute Stories. Es gibt umfangreiche Reportagen über Events und Drehort-Besuche - etwa ein Besuch von Designing 007 und der DIAMONDS-ARE-FOREVER-Locations in den Niederlanden, ein Besuch vieler Bond-Drehorte in London und Istanbul, Events in Pinewood, Stuttgart oder Hannover und einige mehr. Das Titelthema ist natürlich das 50-jährige Jubiläum von GOLDFINGER mit mehreren Artikeln. Einen davon durfte ich beisteuern.

Insgesamt ein sehr gelungenes Magazin! Wer noch überlegt, Mitglied des James Bond Club Deutschland zu werden, sollte also zuschlagen. ;) Danke an dieser Stelle an alle Mitwirkenden und die beiden Chefredakteure. In diesem Sinne: "Möge das Chaos beginnen!"


Mittwoch, 17. Dezember 2014

Bonds Alp-Traum

45 Jahre OHMSS: Die Faszination des Einmaligen in der Welt des Seriellen

Der sechste Bondfilm ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE hat sich seit seiner Entstehung vom skurrilen und vermeintlich enttäuschenden Ausrutscher zum Liebling vieler Fans gemausert. Selbst Top-Regisseure wie Steven Soderbergh oder Christopher Nolan erklärten öffentlich ihre Leidenschaft für diesen Film. Soderbergh sagte: "For me there's no question that cinematically is the best Bond film and the only one worth watching for reasons other than pure entertainment. Shot to shot, this movie is beautiful in a way none of the other Bond films are." (Siehe Soderberghs Blog Extension 765) Für Nolan war der Film eine der Inspirationen für INCEPTION: "Especially 'On Her Majesty’s Secret Service', which is a wonderful balance of action and romanticism. I guess this is my 007 film." (Siehe hier) Wenn ich sonst auch wohl nicht viel mit diesen beiden Männern gemein habe, so doch wenigstens den Lieblings-Bond. Aber was ist eigentlich so toll an diesem Film?

Über Bonds Liebe, Fan-Liebe und gewisse Parallelen zu Hitchcocks VERTIGO:

ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE VHS CoverMein persönliches Verhältnis zu OHMSS ähnelt in gewisser Weise der öffentlichen Wahrnehmung. Zuerst konfrontiert wurde ich mit ihm in einer Videothek, und zwar mit nebenstehendem VHS-Cover, wenn ich mich richtig entsinne. Trotz des recht offiziell wirkenden Schriftzugs 'James Bond 007' hielt ich den Film damals für irgendeine Nachmache oder einen Fernsehfilm, und nahm ihn nicht weiter ernst. Dann wurde ich irgendwann Fan und besorgte alle Romane und Filme. Bei OHMSS schaffte ich es, den Roman von Ian Fleming vor dem Film zu lesen. Mit dem typischen Effekt, dass ich von der filmischen Umsetzung etwas enttäuscht war. Mit der Zeit wanderte der Film vom unteren Drittel der Liste langsam zur Numero Uno. Heute entfaltet er von der ersten Einstellung und der ersten Note an eine besondere Magie, an die kein anderer Bondfilm herankommt.

20 Jahre vor LICENCE TO KILL und 39 vor QUANTUM OF SOLACE hat hier zum ersten Mal ein Regisseur einen Bondfilm gedreht, der mehr ist als ein weiterer, typischer Genre-Beitrag. Und das, ohne auf typische Zutaten, Glamour und überlebensgroße Phantasiewelten zu verzichten. Und zu einer Zeit, als die Zuschauer nach überbordenden 007-Shows verlangten. Eigentlich wollte man OHMSS bereits 1965 realisieren, aber dann konnte man sich mit Kevin McClory über eine Thunderball-Verfilmung einigen. Danach wollte man keinen "Feuerball auf Skiern", und so wurde es erst der sechste Film. 


Ich sehe die Produktionsumstände als großen Glücksfall, denn in der Connery-Hochkonjunktur hätte man mit hoher Wahrscheinlichkeit das tragische Ende weggelassen, vielleicht sogar die Hochzeit. In den Siebzigern dagegen wäre der Roman wohl gänzlich zum Stichwortgeber für ein ironisches Spektakel degradiert worden. Zur genau richtigen Zeit kam der perfekte Regisseur. Peter Hunt hatte die handwerkliche Erfahrung, das Talent und die Ambitionen.


Gegenlicht als Visualisierung
einer unterschwelligen Bedrohung
So kam eine relativ vorlagengetreue Verfilmung von Ian Flemings bestem Roman heraus. Was ich sowohl am Buch als auch am Film sehr schätze, ist die leise Melancholie, die über die ganze Geschichte hinweg zu verspüren ist. Aber sie drängt sich nie in den Vordergrund. Vordergründig sind die Elemente, die Bond ausmachen: Action, Superschurken in Verstecken mit verrückten Plänen, schöne Frauen und Landschaften, Casinos und Martinis.

Die Melancholie ist begleitet von einer ebenso leisen Ironie. In einer meiner Lieblingsszenen irrt Bond allein und frierend über einen Weihnachtsmarkt, während man ein lächerlich kitschiges Weihnachtslied hört und er mit einem Mann im Eisbärkostüm zusammenstößt.

In QUANTUM OF SOLACE werden Bond und Camille als "gebrauchte Ware" bezeichnet. Das gilt auch bereits für OHMSS. Der Film spielt mit dem Thema Prostitution - was auf den ersten Blick vielleicht weit hergeholt klingen mag. Als sich Bond und Tracy zum ersten Mal begegnen, fühlt sie sich in seiner Schuld. Er rettet ihr Leben und bezahlt ihre Spielschulden. "Betrachten Sie mich als eine Frau, die Sie soeben gekauft haben", sagt sie trotzig. Und Bond deutet an, dass ihr das vielleicht sogar gefällt. Später "kauft" Bond Tracy gegen Informationen von Draco über Blofeld.

Aber auch Bond muss sich in gewisser Weise als "Romeo" in den Diensten der Königin verdingen. Die Verführung der internationalen Schönheiten auf dem Piz Gloria gehört zu seinem Auftrag, Blofelds Plan zu ermitteln. Er erledigt sie mit einer abgespulten Routine - ein Kontrast zu der romantischen Intimität mit Tracy. (Lazenbys Hintergrund als durchtrainierter Dressman kam diesem Aspekt sogar zugute.) Und am Ende wird Bond auch quasi für seine Untreue bestraft.

Schwindelgefühle

The Living and the Dead, the novel of which Hitchcocks VERTIGO was based
Die Vorlage zu VERTIGO
Dabei erinnert mich die Geschichte teilweise an Alfred Hitchcocks VERTIGO von 1958, beziehungsweise der Romanvorlage D'entre les morts von 1954. Ob sich Ian Fleming tatsächlich von Buch oder Film inspirieren ließ, ist mir nicht bekannt. In VERTIGO (übrigens mein absoluter Lieblings-Hitch) wird John Ferguson von einem Freund gebeten, auf seine offenbar selbstmordgefährdete Frau Madeleine aufzupassen. Ferguson beobachtet sie bei einem Selbstmordversuch, bei dem sie sich zu ertränken versucht, rettet sie und verliebt sich dabei in sie.

In OHMSS wird Bond von Draco gebeten, auf die suizidgefährdete Tracy aufzupassen. Er beobachtet einen Selbstmordversuch, bei dem sie sich wie Madeleine im Meer zu ertränken versucht. In beiden Filmen wirkt der Tod der Geliebten am Ende umso tragischer und ironischer, da der Held sie erst rettet und sie dann, als sie gar nicht mehr sterben will, auf mitverschuldete Weise verliert. 


Szene aus VERTIGO, Szene aus ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE
A View To A Suicide

In VERTIGO begegnet Ferguson später einer Frau, die Madeleine sehr ähnlich ist (und sich auch als dieselbe herausstellt). Die Geschichte scheint sich auf unheilvolle Weise zu wiederholen. In Flemings Roman spielt sich die Rettung von Tracy und das Verlieben in Royale-Les-Eaux ab, wo sich im Roman Casino Royale Jahre zuvor Bonds Liebe Vesper umbrachte. Auch hier ist also ein gewisses dramatisches Déjà Vu vorhanden. 

In Peter Hunts Verfilmung gibt es diesen Aspekt nicht. Dafür aber in dem 30 Jahre später gedrehten THE WORLD IS NOT ENOUGH. Bond begegnet hier einer Frau, in die er sich verliebt, und die er am Ende töten muss. Anspielungen auf Tracy und OHMSS sind in Vielzahl vorhanden - angefangen vom Titel - ebenso wie auf VERTIGO: Bond folgt Elektra einen alten Turm hinauf. (Man glaubt es kaum, Mut zur Ambition vor Daniel Craig.)

Sogar eine Mann-gegen-Mann-Verfolgung über Großstadt-Dächer war ursprünglich Bestandteil des Drehbuches von OHMSS - die berühmte Phidian-Jagd, die mit einem spektakulären Zugunfall enden sollte. Doch sie fiel wegen der Länge des Films leider der Schere zum Opfer. Aber zumindest ein Hitchcock-ähnliches Cameo gönnte sich Peter Hunt.

The Good, the Bad, and Lazenby

Als Fan eines Films neigt man immer dazu, gewisse Schwachpunkte zu ignorieren, oder sie zu Stärken umdeuten zu wollen. Einer der offensichtlichen Schwachpunkte hier ist wohl George Robert Lazenby. Sicherlich ist Lazenby nicht gerade Marlon Brando, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass seine mangelnde Schauspiel-Erfahrung den Film nicht völlig runterreißt. Im Gegenteil. Ein erfahrenerer Schauspieler hätte sicher mehr Subtext und Zweideutigkeit in sein Spiel gelegt. Durch seine direkte, hemdsärmelige Art wirkt Lazenbys Bond aber auch noch nicht vom Agentengeschäft korrumpiert. Umso mehr fühlt man mit ihm am Ende mit.

Früher war ich der Meinung, dass OHMSS mit Sean Connery der absolute Über-Bond geworden wäre. Das sehe ich mittlerweile nicht mehr so. Connery hatte eine beeindruckende Karriere, aber eine wirklich große Romanze ist meiner Meinung nach nicht dabei. Dafür wirkt er zu eigenwillig. Er ist nicht der Mann, der für eine Frau alles aufgeben würde.
OHMSS Lissabon
Der Autor vor dem Juwelier, bei dem Bond die
Hochzeitsringe kauft; im Film in Bern, nicht Lissabon
Auch die Rückprojektionen werden oft kritisiert. Vor allem in der finalen Bobschlittenjagd wirken sie oft etwas störend. Ursprünglich hatte man für den Film einen Kampf zwischen Blofeld und Bond auf dem Dach einer fahrenden Seilbahn geplant, aber weil das 1968 bereits in WHERE EAGLES DARE (Agenten sterben einsam) sehr gut umgesetzt wurde, musste man kurzfristig umdisponieren. Vielleicht wirken die Rückpros deshalb nicht so ganz ausgereift. (Mehr dazu hier.)

ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE ist auf jeden Fall ein Film, bei dem ich immer wieder neue Details und Sichtweisen erkenne, und der mich jedes Mal auf's Neue berührt. Vielleicht geht es Ihnen ja ebenso. Wenn nicht - Weihnachten ist die perfekte Zeit für diesen Film, und auch für gute Taten. Geben Sie George noch eine Chance! ;-)



Buchtipp: 
Charles Helfenstein: The Making of On Her Majesty's Secret Service

Wo viele andere Bücher über Bond nur an der glitzernden Oberfläche kratzen und die üblichen Halbwahrheiten kolportieren, geht Helfensteins Buch richtig in die Tiefe. Ein Buch vom Fan für Fans.

Spies Llc, 2009
53,73 €


Beiträge zum Thema:
Unter portugiesischer Sonne - Die OHMSS-Drehorte in Portugal
Schloss Mittersill - Inspiration für Blofelds Alpendomizil


Rechte an Bildern und Postern aus ON HERMAJESTY'S SECRET SERVICE: Eon Productions Ltd., Danjaq, LLC

Montag, 15. Dezember 2014

Erste Bilder der Dreharbeiten

James on Thames
© WENN.com
Der Dreh zu SPECTRE beginnt für Daniel Craig nass und kalt: Zusammen mit Rory Kinnear, der zum dritten Mal Stabschef Bill Tanner verkörpert (oder zum fünften Mal, wenn man die Spiele GoldenEye Reloaded und Bloodstone mitzählt), raste er mit einem Speedboat über die Themse nahe dem MI6-Hauptgebäude (siehe DailyMail oder Telegraph). Die Bilder erinnern an 2005, als Craig für die Presse als neuer 007 auf einem Speedboat eingeführt wurde. In Notting Hill entstehen zudem Szenen in einer Wohnung mit Bond und Moneypenny. Bonds Wohnung mit Ms Porzellanhund aus dem ersten Klappenbild? (Siehe hier)

Unterdessen bereiteten Hacker der Produktionsfirma Sony Pictures unschöne Presse. So wurden Gerüchte um das Budget und das Drehbuch von SPECTRE verbreitet, die sich allerdings auf eine frühe Produktionsphase bezogen. Drehbuchautor Aaron Sorkin, dessen Steve-Jobs-Biopic auch indirekt betroffen ist, verurteilt die Presse-Veröffentlichungen als unmoralisch (siehe hier). Auch deutsche Medien wie Spiegel Online haben leider keine Skrupel, von den gestohlenen Daten zu profitieren und Zuschauern den Spaß zu verderben.

Nachdem ein psychopathischer Hacker in SKYFALL die Sicherheit der westlichen Welt gefährdet, hat es nun eine bittere Ironie, dass eine Hackergruppe mit dem pathetischen Namen "Guardians of Peace" dem neuen Bondfilm schadet. Für Weihnachten kündigt die Gruppe eine weitere Veröffentlichung an, die die Lage bei Sony noch verschlimmern soll (siehe N24).

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Bigger Than Life. Ken Adam's Film Design

Ab heute ist im Berliner Museum für Film und Fernsehen eine Sonderausstellung über den genialen Produktionsdesigner Sir Kenneth Adam zu besichtigen. Die Ausstellung erstreckt sich auf zwei Etagen des Filmhauses am Potsdamer Platz. Zu sehen sind vor allem Skizzen und Entwürfe von Adam, aber auch zahlreiche Modelle, Requisiten und Gegenstände aus Adams Besitz, wie etwa seine zahlreichen Preise.





Ken Adam lieferte das phantastische Design für insgesamt sieben James-Bond-Filme: DR NO, GOLDFINGER, THUNDERBALL, YOU ONLY LIVE TWICE, DIAMONDS ARE FOREVER, THE SPY WHO LOVED ME und MOONRAKER.

Aber auch auf Adams persönliche Geschichte geht die Ausstellung ein. So etwa auf seine Kindheit in Berlin. Man sieht Familienbilder, frühe Zeichnungen und Informationen zum Geschäft seiner Eltern, dass Filme und Expeditionen ausstattete.

Links: Der Diamantenlaser-Satellit aus DIAMONDS ARE FOREVER im Foyer des Museums.



Das Wunderauto Tschitti Tschitti Bäng Bäng aus dem gleichnamigen Musical von 1968, das von Albert R. Broccoli produziert wurde.







Modell des Raketenstartraumes in MOONRAKER.









Modell der Zentrifuge aus MOONRAKER.











Ken Adam, Berlin 2014
Medieninstallation “Lines in Flow” von Boris Hars-Tschachotin,
Foto: Andreas-Michael Velten


Links eines der letztlich aus dem Film geschnittenen Sets - Die schwerelose "Liebeskammer" im Zentrum der Raumstation in MOONRAKER. In Christopher Woods Roman zum Film wird sie noch in allen süffisanten Details beschrieben.







Die Vision des Vulkans für YOU ONLY LIVE TWICE, und Adam auf der Baustelle des Riesen-Sets.









Auch für STAR TREK - THE MOTION PICTURE lieferte Adam einige Design-Entwürfe.








Obwohl die offizielle Eröffnung am gestrigen Mittwoch war, sah sich Sir Ken Adam mit seiner Frau die Ausstellung heute nachmittag noch einmal in Ruhe an. Dadurch hatte ich die Gelegenheit, diesen faszinierenden Mann einmal persönlich und aus der Nähe zu sehen, ganz ohne Medienrummel. Ein einmaliger Moment für einen Bondfan, und der krönende Abschluss einer sehr sehenswerten Ausstellung.


© Sir Ken Adam
Quelle: Deutsche Kinemathek – Ken Adam Archiv

Montag, 8. Dezember 2014

Ken-Adam-Ausstellung in Berlin

Ken Adam am Set des „Pyramid Control Room"
MOONRAKER, GB/F 1979, Regie: Lewis Gilbert
Foto: Patrick Morin
© 1979 Danjaq, LLC and United Artists Corporation. All rights reserved
Am Donnerstag eröffnet im Berliner Museum für Film und Fernsehen die Ausstellung Bigger Than Life. Ken Adam's Film Design, die bis zum 17. Mai 2015 zu sehen ist. Über 4.000 Zeichnungen umfasst das Œuvre Ken Adams. Hinzu kommen andere Materialien, darunter Fotos, aber auch Filme, die während der Recherchen und am Set von Adam gedreht wurden, sowie biografische Zeugnisse und seine Auszeichnungen. Ken Adam schenkte seine Sammlung 2012 der Deutschen Kinemathek.

Passend zur Eröffnung läuft am Donnerstag um 22:45 Uhr auf rbb der Film Schatten und Licht - Ken Adam, Filmarchitekt

Klappe, die erste

James Bond 007 SPECTRE - erste KlappeHeute haben die Dreharbeiten am neuen Bond SPECTRE  offiziell begonnen. Die schöne Tradition von SKYFALL, regelmäßig die Klappen der Dreharbeiten zu zeigen, wird fortgesetzt. Und so war auf twitter heute die erste Klappe zu sehen - mit dem Porzellanhund, den M Bond vererbt hat. Indes gibt es neue Informationen zu den Drehs in Osttitrol und Marokko, wo im Juni eine kurze Zugsequenz in der Wüste realisiert werden soll. Eine kleine Sensation - die Rückkehr von Mr. White (Jesper Christensen) aus QUANTUM OF SOLACE und CASINO ROYALE - ist in der Ankündigung von Titel und Besetzung fast untergegangen. Offenbar greift man also die vielen losen Enden um die Organisation Quantum auf. (siehe Filmstarts)

Freitag, 5. Dezember 2014

"Bitte mit Katze" - Die Presse-Reaktionen

Presse-Meldungen zum Titel des neuen Bond, SpectreGestern mittag wurde der mit Spannung erwartete Titel des neuen Bondabenteuers bekannt gegeben. Wie sind die Reaktionen der deutschen Tagespresse auf die offensichtliche Rückkehr von Bonds alter Nemesis, wahrscheinlich in Form des österreichsichen Oscarpreisträgers Christoph Waltz - bei gleichzeitigem Fehlen wichtiger Informationen zu Handlung oder Bösewicht? Bei der WELT, der Berliner Morgenpost und einigen anderen schafften es 007 und sein neuer Wagen sogar auf die Titelseite.




Die Süddeutsche Zeitung titelt "Bitte mit Katze!": "Selbst die Ankündigung neuer Bondfilme ist inzwischen ein Drama". Und: "Chef dieser finsteren Truppe [Spectre] ist kein anderer als der Superschurke Ernst Stavro Blofeld, der schon in sieben Filmen aufgetaucht ist - meist glatzköpfig und oft mit einer schneeweißen, blauäugigen Angorakatze auf dem Schoß. Soll Waltz also großen Blofeld-Darstellern wie Telly Savalas, Donald Pleasence und Max von Sydow folgen? Wenn ja, dann bitte richtig - mit Glatze und Katze und allem drum und dran. Dass er ohne Haare eine gute Figur macht, kann man in Terry Gilliams aktuellem Kinofilm "The Zero Theorem" jedenfalls schon mal nachprüfen."


DIE WELT schreibt gleich auf ihrer Titelseite: "Liebhaber streiten darüber, wer der beste James Bond war: Sean Connery, Roger Moore oder doch Daniel Craig? Ganz sicher sind sich alle, dass es nur ein Bond-Auto geben kann. Und das produziert - trotz Intermezzi von BMW und Lotus - die traditionelle britische Sportwagen-Schmiede Aston Martin. Am Donnerstag wurde am Donnerstag in London der neue DB 10 von Bondregisseur Sam Mendes vorgestellt. Ein Hypersportwagen, den es nur zehnmal geben wird. A Star is born."

Im Innenteil heißt es unter der Überschrift Deutschsprachiger Bösewicht und französische Femme fatale: "Die deutsche (gut: österreichische) Machtübernahme bei "James Bond Nr. 24" ist gelungen. Christoph Waltz wird in "Spectre" die Hauptschurkenrolle spielen [...] Waltz wird Ernest Blofeld spielen, den Mann an der Spitze der fiktiven globalen Terrororganisation Spectre aus den Fleming-Romanen; die Frage ist, ob er auch mit Glatze und Kätzchen im Schoß auftreten soll wie Donald Peasence in "Man lebt nur zweimal".


Die taz reibt sich interesssanterweise weniger an Blofeld und seiner Katze, sondern an Waltz' Alibinamen "Oberhauser". "'Namen sind was für Grabsteine, Baby!', sagte einst Mr. Big zu Bond in "Leben und sterben lassen". Namen können aber auch sehr lebendig sein. [...] Der Gegenspieler von 007 heißt "Oberhauser". Und vermutlich lautet sein Vorname dann "Centro" - wie das Einkaufszentrum im niederrheinischen Schreckensort Oberhausen. Ist doch die ganze Stadt eine einzige Zentrale des Bösen und das "Centro" ein Stahl gewordener Albtraum abgrundtiefer Hässlichkeit. So logisch war noch nie eine Bondfigur."


Die Mitteldeutsche Zeitung trinkt Einen Martini auf James Bond: "Auf "Skyfall" folgt nun "Spectre, wie wir dem total authentischen Live-Stream auf unserem mobilen Endgerät entnehmen konnten. Ein leicht enttäuschender Filmtitel. Wo "Skyfall" noch Himmelswelten und Bungee-Jumping in italienischen Maßanzügen assoziierte, klingt nun "Spectre" irgendwie banal. Das Übersetzungsprogramm Leo schlägt poetisch-neblige Bedeutungen wie "Geist, Phantom, Schemen" vor, was aber nicht verhindert, dass rein lautmalerisch und völlig unrichtig das Wort "Spektrum" in unser Gehirn einrückt."





Auch die Berliner Morgenpost hat Bonds Flitzer auf der Titelseite, Für England, James heißt es im Kulturteil. "Spectre" ist der Name des Films, der am Donnerstag in den Londoner Pinewood-Studios vorgestellt wurde. Was Fans elektrisieren dürfte, ist für alle anderen Liebhaber der Filmreihe wohl eher nebensächlich. Die große Nachricht ist: Den Bösewicht spielt niemand anderer als Christoph Waltz. [...] Dieses Mal heißt der Bösewicht "Oberhausen" (sic), aber Waltz meinte, die Fan würden sicher hoffen, dass er Blofeld spielen werde. [...] In jedem Fall wird Waltz kein leichter Gegenspieler für 007 und schauspielerisch wohl auch kein leichter für den kratzigen Daniel Craig, der zum vierten Mal als 007 antritt. Ein James Bond, den Fans von Sean Connery und Pierce Brosnan immer noch verabscheuen, der aber trotz aller Anfechtungen inzwischen längst seine eigene Fangemeinde hat." 

(Komisches Bild, was da bei manchen Journalisten von den Fans herrscht. Ich mag Connery und Brosnan, "verabscheue" aber deswegen Craig nicht.)

"Der Filmstart ist für Herbst 2015 anvisiert. Genug Zeit also, darüber zu spekulieren, ob Blofeld als Erzschurke wirklich ein Comeback bekommt. Unwahrscheinlich ist es nicht, denn auch wenn die Macher beim Wechsel von Pierce Brosnan zu Daniel Craig zunächst mit allen Traditionen brachen, so kamen sie durch die Hintertür doch alle wieder zurück. [...] Warum also nicht Blofeld."




Die Sächsische Zeitung fand die Bondstars Zugeknöpft im Blitzlichtgewitter. "Sich zeigen, aber bloß nichts verraten, so lautete gestern die Devise bei der Vorstellung der neuen James-Bond-Besetzung. [...] Schauspieler, Regisseur und Produktionsteam taten gestern fast alles, um nicht zu viel von der Handlung des neuen Bond zu verraten. Besonders Waltz gab sich zugeknöpft. Was ihn besonders am neuen Bond fasziniere, wurde er gefragt. 'Das Auto', antwortete der gebürtige Wiener wortkarg."


BILD ist wie immer euphorisch: "Gigantisch: Oscar-Held Christoph Waltz (58, "Django Unchained") übernimmt tatsächlich den Part des Bösewichts Blofeld!"

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Die Bilder vom Presse-Event

Hier alle Fotos des heutigen Photocalls in der 007 Stage, sowie die offizielle Pressemitteilung:




Die James Bond Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli haben heute in den Londoner Pinewood Studios den Titel des 24. James Bond Abenteuers bekanntgegeben: SPECTRE. Bei dem Film von Albert R. Broccolis EON Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Studios und Sony Pictures Entertainment führt Sam Mendes Regie. Daniel Craig übernimmt die Hauptrolle und kehrt in seinem vierten Film als Ian Flemings James Bond 007 zurück. Drehbeginn von SPECTRE ist am Montag, den 8. Dezember. Der Film wird in Großbritannien am 23. Oktober 2015 und in Deutschland am 29. Oktober 2015 in die Kinos kommen. Der US-Start ist am 6. November.

Neben Daniel Craig präsentierte Mendes weitere Darsteller, die erneut mit von der Partie sind, wie Ralph Fiennes, Naomie Harris, Ben Whishaw und Rory Kinnear, und stellte außerdem Christoph Waltz, Léa Seydoux, Dave Bautista, Monica Bellucci und Andrew Scott als neue Mitglieder des Casts vor. Außerdem enthüllte Mendes Bonds schnittigen neuen Aston Martin, den DB10, der exklusiv für SPECTRE entworfen wurde.

Eine mysteriöse Nachricht aus Bonds Vergangenheit setzt ihn auf die Fährte einer zwielichtigen Organisation, die er aufzudecken versucht. Während M damit beschäftigt ist, politische Mächte zu bekämpfen, um den Secret Service am Leben zu erhalten, kann Bond eine Täuschung nach der anderen ans Licht bringen, um die schreckliche Wahrheit zu enthüllen, die sich hinter SPECTRE verbirgt.

Die Basis der 007 Produktion befindet sich in den Pinewood Studios, außerdem wird on location in London, Mexiko City und Rom sowie in Tanger und Erfoud in Marokko gedreht. Außerdem wird Bond mal wieder in den Schnee zurückkehren, dieses Mal in Sölden sowie in Obertilliach und am Altausseer See in Österreich.

Wilson und Broccoli kommentierten die Ankündigung wie folgt: “Wir freuen uns sehr, dass wir Daniels vierten Film der Reihe bekanntgeben können und sind begeistert, dass Sam die Herausforderung angenommen hat, nach dem großen Erfolg von Skyfall nun auch bei SPECTRE die Regie zu übernehmen.“


Das Drehbuch schrieben John Logan und Neal Purvis & Robert Wade, Director of Photography ist Hoyte van Hoytema, für den Schnitt ist Lee Smith verantwortlich. Production Designer Dennis Gassner kehrt zusammen mit Costume Designer Jany Temime und Komponist Thomas Newman zurück. Action-Spezialist Alexander Witt ist der 2nd Unit Director. Stunt Coordinator ist Gary Powell, SFX Supervisor ist Chris Corbould und Visual Effects Supervisor ist Steve Begg.


Bond 24, Titel: SPECTRE

Sam Mendes enthüllt den Aston Martin DB10

Aston Martin DB10, das neue Bondauto

SPECTRE: Monica Bellucci, Sam Mendes, Léa Seydoux

SPECTRE: Sam Mendes, Léa Seydoux, Dave Bautista, Danny Craig

SPECTRE: Cast und Regisseur

Bond 24 SPECTRE: Daniel Craig, Barbara Broccoli, Sam Mendes

Bond 24, die Besetzung

Naomie Harris, Léa Seydoux, Daniel Craig, Christoph Waltz

Daniel Craig mit Christoph Waltz

SPECTRE: Ben Wishaw, Naomie Harris, Daniel Craig, Ralph Fiennes

James Bond 007 SPECTRE: Naomie Harris ist Eve Moneypenny

James Bond 007 SPECTRE: Ralph Fiennes ist M

James Bond 007 SPECTRE: Regisseur Sam Mendes


James Bond 007 SPECTRE: Christoph Waltz ist Hannes Oberhauser

James Bond 007 SPECTRE: Christoph Waltz ist Hannes Oberhauser

James Bond 007 SPECTRE: Dave Bautista ist Mr. Hinx

James Bond 007 SPECTRE: Andrew Scott ist Denbigh

James Bond 007 SPECTRE: Rory Kinnear ist Bill Tanner

James Bond 007 SPECTRE: Bill Wishaw ist Q

James Bond 007 SPECTRE: Monica Bellucci ist Lucia Sciarra

James Bond 007 SPECTRE: Monica Bellucci und Léa Seydoux

James Bond 007 SPECTRE: Monica Bellucci, Léa Seydoux und Naomie Harris

James Bond 007 SPECTRE: Monica Bellucci, Léa Seydoux und Naomie Harris

James Bond 007 SPECTRE: Léa Seydoux ist Madeleine Swann