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Sonntag, 26. November 2023

'50 Jahre Leben und sterben lassen' in Braunschweig

Mission Bond 50 Jahre Leben und sterben lassen in Braunschweig
Mittlerweile schon zum zehnten Mal hieß es in Braunschweig 'Mission Bond'. Seit 2012 und '50 Jahre Dr. No' gab es mit Ausnahme der Corona-Zeit jedes Jahr einen Bondklassiker im Kino zu sehen, zusammen mit Rahmenprogramm und After-Show-Parties. In diesem Jahr war Leben und sterben lassen, das Debüt von Sir Roger Moore als James Bond aus dem Jahr 1973, auf der mit 24 mal 11 Metern größten Leinwand Niedersachsens im Astor Filmtheater zu bestaunen. 

Prominenter Stargast des Abends war Ludger Pistor, der in Casino Royale als Schweizer Banker Mendel auftrat und neben Bond auch schon mit Steven Spielberg und Quentin Tarantino drehte. Dementsprechend hatte der ebenso charismatische wie sympathische Schauspieler viel amüsantes zu berichten.

Sonntag, 12. Februar 2023

Der große Bruch

Celluloid broken, metaphor for Craig Bond era
Die Filme mit Daniel Craig als Bond brachen mit mehr franchise-eigenen Traditionen als jede andere Darsteller-Ära davor. Darunter zahlreiche eherne Prinzipien, nach denen Albert R. Broccoli das Franchise ursprünglich einmal 40 Jahre lang erfolgreich am Laufen gehalten hatten. Ich habe versucht, hier mal alle diese Traditionsbrüche aufzulisten. Insgesamt bin ich auf sage und schreibe 27 Punkte gekommen, wobei ich natürlich nicht automatisch alle davon negativ sehe. Geordnet habe ich sie absteigend nach Gewichtung, also eher subjektiv. Bei manchen Punkten kann man sicher streiten, andere Dinge habe ich vielleicht übersehen.

Interessant ist dabei, dass sich viele Brüche bereits mit dem letzten Brosnanfilm DIE ANOTHER DAY (Stirb an einem anderen Tag, 2002), der von vielen Fans als misslungener Irrweg empfunden wird, abzeichneten. 



Sonntag, 4. April 2021

Hymnen für Helden

Bis auf GoldenEye haben die Titelsongs zu den jeweiligen Debüts der Bonddarsteller einige Gemeinsamkeiten: Sie sind jeweils von männlichen Interpreten gesungen, nehmen die Perspektive von James Bond ein und erzählen von seinem Innenleben. Selbst From Russia With Love passt da als erster Titelsong der Connery-Filme rein.

Aber auch inklusive GoldenEye bieten alle Darsteller-Debüt-Songs einen Einblick in die Eigenheiten der jeweiligen James-Bond-Interpreten.

Freitag, 22. Mai 2020

You Know My (Code-)Name

Ausweise in einer Ausstellung bei 'Bond in Motion' in London 
Von bestimmten Filmseiten wird immer wieder mal die Theorie ins Spiel gebracht, dass der Name 'James Bond' ähnlich wie die Dienstnummer 007 nur ein Code sei, der verschiedenen Agenten verliehen wurde. Damit könnte man vermeintlich eine Kontinuität in die über 50 Jahre alte Filmreihe bringen. Gegenargumente werden kunstvoll in erweiterte Theorien eingearbeitet, nach denen die Bond-Agenten selbst gar nicht wissen, dass sie nur ein Bond von vielen sind.

Obwohl auch die Produktionsfirma EON dieses Konzept nicht zu verfolgen scheint, geben die neueren Filme aber kurioserweise immer wieder Signale in diese Richtung - ob gewollt oder ungewollt. Vor allem die Ära Craig ist in gewisser Weise ein Zeitalter der großen Austauschbarkeit.


Dienstag, 14. April 2020

All-In


                                      "Arm yourself because no-one else here will save you.
                                                 The odds will betray you!"
                                                                                                               (You Know My Name, Chris Cornell)


Bond-Marathon #22: CASINO ROYALE (2006)



Vesper Martini, Casino RoyaleNach dem 11. September 2001 fand sich James Bond in einer veränderten Welt wieder. Konnte während des Kalten Krieges ein Dritter Weltkrieg stets abgewendet und der ideologische Gegner letztendlich sogar in die Knie gezwungen werden, existierten nun offenbar größenwahnsinnige Schurken, die mit ihrer monströsen Agenda einfach durchkommen. Dementsprechend verlagerte sich der Schwerpunkt im Agentenfilm weg vom Kampf gegen Superschurken hin zu einem realistischeren inneren Kampf. Wegweisend war in dieser Beziehung THE BOURNE IDENTITY (2002) von Doug Liman, der zusammen mit seinen beiden direkten Fortsetzungen deutliche Spuren in der Bondreihe hinterließ. Von einem physisch sehr präsenten Hauptdarsteller, dessen Tätigkeit seine Geliebte traumatisiert, und die er schließlich sogar verliert, über den Stakkato-Schnitt und ambivalent dargestellte Geheimdienste bis hin zu einer finalen Konfrontation auf einem abgelegenen Anwesen.

Und so erfand sich James Bond vier Jahre nach dem seltsam aus der Zeit gefallenen finalen Brosnan-Bond DIE ANOTHER DAY buchstäblich neu. Der erste Bondroman von Ian Fleming aus dem Jahre 1954 - dessen Rechte erst 1999 im Austausch gegen Spiderman an MGM gingen - bildete die Vorlage für einen Reboot, der das Franchise selbst für Zielgruppen interessant machte, die bis dato einen großen Bogen um den Spion gemacht hatten. Mit CASINO ROYALE entstand ein instant classic - ein modernes Gegenstück zu Im Geheimdienst Ihrer Majestät, und Daniel Craig, den die Boulevardpresse mit Spott überzogen hatte, wurde zum gefeiertsten Bonddarsteller seit Sean Connery. Doch der Preis dafür waren einige Prinzipien des Gründers des Franchise, Albert R. Broccoli.


Donnerstag, 7. März 2019

A Nightmare on Bond Street

                                           "The formula is safe with old double-o-seven.
                                       He's got a red-head in his arms."
                                                                                      (Herb Alpert, Casino Royale)


Bond-Marathon #005,5: CASINO ROYALE (1967)

8-mm-Schmalfilm-Version von CASINO ROYALE
CASINO ROYALE von 1967 gilt für den Großteil der Zuschauer und Fans nicht als echter James-Bond-Film. Und das, obwohl die einzelnen Zutaten sehr hochwertig sind. James Bond 007 wird hier vom oscar-prämierten David Niven verkörpert, der als britischer Gentleman schlechthin galt. Niven wurde von Ian Fleming persönlich für die Rolle vorgeschlagen und sogar in einem seiner Romane verewigt. Und er diente im Krieg in einer Spezialeinheit und war an der Rettung von Marlene Dietrich beteiligt. Den Gegenspieler gibt kein Geringerer als Orson Welles, der auch als Goldfinger im Gespräch war, aber sich als zu teuer erwies. Dazu kommt eine selten übertroffene Riege an Stars, eine wunderschöne Moneypenny, M und Q samt futuristischer Gadgets. Ein Song, der eine Oscar-Nominierung erhielt und nicht zuletzt eine Plakat-Kampagne, die an Kreativität die der letzten drei Bondfilme zusammen übertrifft. Der Film ist völlig übertrieben und eher eine Parodie, aber sind das etwa MOONRAKER oder DIE ANOTHER DAY nicht auch?

Ein zweiter Blick auf den verrücktesten Bondfilm aller Zeiten.


Montag, 4. Juni 2018

Ladehemmung

Bond-Marathon #000: CLIMAX! - CASINO ROYALE (1954)

In einigen Franchises gibt es Versuche einer Erstverfilmung, die heute eher als Kuriosität gelten. Bei STAR TREK wäre das der erste Pilotfilm Der Käfig (1965), bei LORD OF THE RINGS die Zeichentrick-Verfilmung von 1978. Bei James Bond ist es die TV-Adaption von Casino Royale aus dem Jahr 1954. Während bei Der Käfig aber beispielsweise die Effekte und das Drehbuch hochwertiger sind als die der meisten späteren Serienfolgen, lässt sich bei Casino Royale das Potential der späteren Filmen nur erahnen.

Man könnte sich sogar darüber streiten, ob die Adaption überhaupt als James-Bond-Film bezeichnet werden kann, da es sich nur eine Fernseh-Aufzeichnung handelt, und James hier nur Jimmy genannt wird. Aber trotz aller offensichtlicher Mängel würde man Casino Royale damit Unrecht tun, denn er hat auch einige überraschende Pluspunkte.


Sonntag, 5. Juni 2016

Como Royale

Vor fast genau zehn Jahren - am 30. Mai 2006 - wurde am Comer See die berühmte Schlussszene von CASINO ROYALE mit dem noch berühmteren Satz The Name is Bond. James Bond. gedreht. Nachdem er die Telefonnummer von Mr. White (Jesper Christensen) auf dem Handy von Vesper (Eva Green) entdeckt hat, stellt Bond den mysteriösen Hintermann auf dessen Anwesen.

Gedreht wurde dafür auf dem Anwesen der Villa Gaeto nahe der Ortschaft San Siro.




Mittwoch, 1. Juni 2016

Wo Bond auf Star Wars trifft

Villa Del Balbianello, Lake Como, zu sehen in Casino Royale und Star Wars - Attack of the ClonesWährend sich in den Medien die Gerüchte um Daniel Craigs Rücktritt als Bonddarsteller häufen, hat sein famoses Debüt als 007 in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum. Drehort für CASINO ROYALE waren neben Tschechien, den Bahamas und Venedig zwei Villen am Comer See. Villa del Balbianello in Lenno an der Westküste des Sees stellte ein Sanatorium dar, in dem Bond sich nach der Folter erholt. Das Anwesen auf der Spitze der Halbinsel Lavedo war 2002 auch schon als außerirdisch schöne Kulisse für STAR WARS: ATTACK OF THE CLONES zu sehen.




Star Wars - Attack of the Clones: Anakin und Padmé auf Varykino
Bildquelle
In beiden Filmen spielen hier romantische Schlüsselszenen einer Liebesgeschichte, deren tragischer Verlauf die Entwicklung von zwei der berühmtesten Figuren der Filmgeschichte katalysiert: Darth Vader und James Bond 007.

In Episode 2 der Sternenkrieger-Saga trägt die Villa den Namen Varykino, befindet sich auf dem Planeten Naboo und ist der Sommersitz der Familie Naberrie. Varykino ist eine Anspielung auf den Filmklassiker DOCTOR ZHIVAGO aus dem Jahr 1965, wo der Wintersitz der Familie Gromenko so hieß. Laut Star-Wars-Enzyklopädie gehörte das Anwesen auf Naboo dem Poeten Omar Berenko, was die Anspielung auf Omar Sharifs berühmteste Rolle noch etwas weiterführt. Während Schiwago und Lara auf dem Wintersitz Zuflucht vor den Revolutionären suchen, verstecken sich Anakin und Padmé auf dem Sommersitz vor Attentätern.

Später heiraten sie hier heimlich. Fans können es ihnen gleichtun und hier ihre eigene Hochzeit zelebrieren, ganz im Star-Wars-Stil mit echten Sturmtruppen, siehe hier.

Eine Szene, in der Anakin und Padmé mit einem Wassergleiter am Anwesen ankommen, fiel der Schere zum Opfer.

Star Wars: Anakin Skywalker, Padmé Amidala, C3PO und R2D2 am Comer See
Bildquelle



James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer SeeJames Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer SeeDie Terrasse, auf der man die beiden küssen sieht, ist dieselbe, auf der Bond in CASINO ROYALE mit René Mathis (Giancarlo Giannini) spricht, und wo Mathis dann per Taser von zwei Geheimdienstleuten außer Gefecht gesetzt und mitgenommen wird.


James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer See
James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer See
Im Angesicht des Sees
Bis zum 16. Jahrhundert befand sich auf der Halbinsel ein Benediktiner-Kloster. Zwischenzeitlich wurde das Anwesen zu einem Treffpunkt für Freimaurer, war dann für über 30 Jahre verlassen, bis es ein amerikanischer General erwarb und restaurieren ließ.

James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer See

James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer See

James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer See



James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer SeeJames Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer SeeDirekt über der Terrasse befindet sich die Loggia Durini, von der aus man den Comer See von zwei Seiten bewundern kann. Das Gebäude ist im Establishing Shot der Sanatoriumssequenz zu sehen, nach dem Gespräch mit Mathis kehrt der Film zur see-
abgewandten Front der Loggia zurück.

James Bond 007 - Casino Royale; Drehort Comer SeeIm Inneren der Loggia findet man zwei symmetrisch gegenüber liegende Räume, eine Bibliothek und einen Musikraum. Erstere beherbergt eine der vollständigsten und wertvollsten bibliographischen Sammlungen, die Gebirgs- und Polarexpeditionen gewidmet ist. Im Musiksaal ist eine Sammlung historischer Karten und Drucke zu sehen.





James Bond 007 - Casino Royale; Comer See, Bond und VesperJames Bond 007 - Casino Royale; Comer See, Bond und VesperDer Rasen vor der Treppe der Loggia ist Schauplatz des Gespräches zwischen Bond und Vesper (Stichwort: Kleiner Finger).




James Bond 007 - Casino Royale; Comer See, Bond und Vesper
Hier taucht schließlich auch der Schweizer Banker Mendel (Ludger Pistor) auf und überbringt das Geld.







Blick von der Loggia in Richtung Anlegestelle



Roman "Casino Royale" von Ian Fleming
Im Shop der Villa kann man übrigens ein Exemplar des Romans Casino Royale erwerben, für den bescheidenen Obolus von 55 Euro. Aber was tut der Fan nicht alles für den Erhalt eines Drehortes. :)


Hier kommt man von Lenno aus via Boot an der Halbinsel an. Man kann sie allerdings auch zu Fuß erreichen, wenn man sich nicht davor scheut, bei italienischen Temperaturen steil bergauf zu wandern.



Einer von zwei Glockentürmen, Überreste des Klosters

Blick von der Loggia Durini auf die Loggia Segré. Dort befindet sich der Eingang für Fußgänger.



Zu den Drehorten von CASINO ROYALE in Venedig siehe hier und hier.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Play it again, Sam

Auf den Spuren von MOONRAKER in Venedig, Teil 2

Nach der wilden Gondeljagd durch die Kanäle von Venedig (siehe Teil 1 des Berichtes) kehrt 007 in MOONRAKER zum Geschäft von Venini zurück. Im Innenhof des Venini-Gebäudes trifft Bond auf Chang. Gedreht wurden diese Szenen im Hof des Palazzo Pisani Moretto, einem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Heute beherbergt es eine Musikschule, das Conservatorio Benedetto Marcello. An derselben Stelle, an der Bond Chang begegnet, wurde 27 Jahre später Bonds Konfrontation mit Adolf Gettler und seinen Handlangern inszeniert. Während es in MOONRAKER eine Weltrekord-Menge an Zuckerglas war, ist es in CASINO ROYALE Bonds Herz, das hier bricht.




Palazzo Pisani Moretto von außen
Normalerweise ist die Musikschule für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Aber als ich Venedig im September vorigen Jahres besuchte, war das Gebäude im Zuge einer Ausstellung der 55. Biennale di Venezia offen. Wer einen Besuch der Bonddrehorte in der Stadt plant, sollte also die Zeit der Biennale von Juni bis November ins Auge fassen.







That Moonlight Trail that leads to your Side

Zuerst sieht man den Innenhof, nachdem Bond in einem Glasmuseum, das sich an die Venini-Werkstätten anschließt, Holly Goodhead sieht und ihr folgt. Insofern bildet das Konservatorium Ausgangs- und Schlusspunkt der Verfolgungsjagd.

Vielleicht ist es Zufall, dass der Song Moonraker in seiner Verträumtheit ein bisschen an Moon River aus BREAKFAST AT TIFFANY'S erinnert, und auch der Name Holly Goodhead an dessen Hauptdarstellerin Holly Golightly. Beide Nachnamen sind zumindest Wortspiele; 'to give head' ist ein englischer Begriff für... Naja, Sie ahnen es sicher. Schauspielerin Lois Chiles mochte den Namen, sagte ihren Eltern jedoch, dass er für das helle Köpfchen der Nasa-Wissenschaftlerin stehen soll.






Ein Ohr für Musik

Die Szene, in der Bond nach der Verfolgungsjagd nachts zu Venini zurückkehrt, wurde an der dem Canal Grande zugewandten Fassade des Palazzo gedreht.

Nachdem er den mysteriösen Tod zweier Wissenschaftler in Draxens Labor beobachtet hat, stellt sich ihm dessen Handlanger Chang im Samurai-Outfit in den Weg. Verkörpert wurde Chang von Michael G. Wilsons Trainer und Aikido-Meister Toshirō Suga. Drehbuchautor Christopher Wood war mit der Besetzung nicht zufrieden, genauso wenig wie mit vielen anderen Entscheidungen in MOONRAKER. (Bei der Lektüre seiner Biographie James Bond, The Spy I Loved fragt man sich ein wenig, welche Aspekte von Bond er denn eigentlich liebt.)

Der anschließende Kampf im Glasmuseum ist die Variation einer Drehbuchidee aus THE SPY WHO LOVED ME. Hier war der Kampf im Mumienraum des ägyptischen Museums geplant. Passend zum Drehort eines Musik-Konservatoriums ist der Abschluss der Actionszene. Chang landet in einem Klavier. Bonds Oneliner "Play it again, Sam" war von Roger Moore improvisiert. Christopher Woods ursprünglicher Kommentar war "I never knew he had an ear for music". Natürlich mochte Wood die Änderung nicht, obwohl sie etwas griffiger klingt.


Eine Menge Glas, das nur auf Bond und Chang zu warten scheint

Another Time, Another World

Fast 30 Jahre später kehrten die Bondmacher an diesen Ort, der die fragile Schönheit Venedig sehr gut widerspiegelt, zurück. Während der Innenhof des Palazzo fast unverändert ist, bewegt sich James Bond selbst mittlerweile in einem Universum, das weit entfernt von der unbeschwerten, cartoonhaften Welt von MOONRAKER zu sein scheint.

Gegen Ende von CASINO ROYALE verfolgt James Bond Vesper Lynd vom Markusplatz aus durch einige enge Gassen und über Brücke. Gedreht wurden diese Szenen tatsächlich um den Markusplatz herum - bis auf eine kurze Szene, in der Bond Vesper über eine kleine Brücke gehen sieht. Diese kleine Szene wurde im südlichen Stadtteil Dorsoduro gedreht, ganz in der Nähe der Bibliothek aus INDIANA JONES AND THE LAST CRUSADE und dem Schauplatz des Sarg-Attentates in MOONRAKER. (siehe hier und hier.)

Vesper und Bond gehen durch ein Gittertor und den Säulengang, an dem Bond in MOONRAKER Chang begegnet ist. Man hat für die Dreharbeiten einige zusätzliche Statuen dort platziert. Auch auf den kleinen Brunnen mitten auf dem Hof, auf dem Vesper Gettler das Geld übergibt, hat man eine Statue gesetzt, so dass er wie ein Sockel wirkt. Es ist derselbe Ort, den in MOONRAKER Holly und Bond durchquert haben. (Siehe großes Foto weiter oben.)


Der Showdown von CASINO ROYALE findet also sozusagen im Gebäude von Venini statt. Vielleicht ist das untergehende Gebäude das Glas-Museum, das ein paar Jahre nach dem Kampf zwischen Bond und Chang umfassend restauriert werden muss. ;-)

Daniel Craig und Eva Green während der Dreharbeiten, aus einem Beitrag auf MI6. Das Foto wurde auf dem Zwischengang zwischen den beiden Innenhöfen aufgenommen, siehe Bild rechts.






Die ausgestellten Kunstwerke stammen übrigens von dem chinesischen Künstler Simon Ma. (Mehr dazu hier.)






















Der Autor mit Kamera und Screenshots bewaffnet