Montag, 24. Juni 2013

7 Dinge, die Daniel Craig als Bond noch tun muss

Es gibt Dinge, die ein Bond tun muss. Einiges davon hat Craigs Bond schon erledigt, oder sogar auf kreative Weise neu definiert - sich mit "Bond, James Bond" vorstellen, gegen einen Schurken im Casino antreten, eine Autojagd mit dem Aston Martin oder der Flirt mit Moneypenny. Bei manchen stimmt nur die Reihenfolge noch nicht ganz, aber es gibt auch Dinge, die Craigs Bond noch tun muss, um sich in die Riege der klassischen Bonds einzureihen.







007  In seiner Wohnung oder Büro agieren

Nur zweimal sah man Bond bisher in seinem Londoner Domizil - Sean Connery und Roger Moore in ihrem jeweils ersten Bondfilm. Beide Male war es sehr hilfreich, um den jeweiligen Bondtyp zu definieren. Craigs Bond besuchte in SKYFALL immerhin sein Elternhaus, und man sah auch erstmalig seine Garage. Nachdem im letzten Film seine Wohnung samt Mobilar verkauft wurde, wäre jetzt eine gute Möglichkeit, seine neue Wohnung zu zeigen. Da er als Jetsetter sicher wenig Zeit für eine komplette Neueinrichtung hat, könnte man praktischerweise auch seine Haushälterin aus den Romanen einführen - die "schottische Perle" May. Ebenso interessant wie seine Wohnung ist auch sein Büro, das man nur in ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE sowie als digitale Version in DIE ANOTHER DAY sah.

006  Navy-Uniform anhaben

James Bond bekleidet den Rang eines Royal Naval Reserve Commander, CMG. In bisher nur drei Filmen sah man 007 in der entsprechenden Uniform: YOU ONLY LIVE TWICE, THE SPY WHO LOVED ME und TOMORROW NEVER DIES (Interessanterweise alles Filme, deren Erschungsjahr auf 7 endet). Es ist zwar kein klassisches Element, aber es erdet die Figur nach all ihren Eskapaden immer ein bisschen. Craig in Uniform hätte was. Außerdem hätte Bond dann endlich mal wieder die Möglichkeit, eine Kopfbedeckung an einen Garderobenhaken zu werfen. (mehr zur Uniform hier)

005  Ski fahren

Die ultimativen Skiszenen enthält zwar bereits ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE, aber seitdem gab es in Bondfilmen immer wieder atemberaubende Schnee-Action. Nach George Lazenby durfte Roger Moore in drei Filmen skifahren und sogar snowboarden, Pierce Brosnan dann in THE WORLD IS NOT ENOUGH. Toll wäre natürlich noch einmal eine Mitwirkung von Willy Bogner.

004  Tauchen

Ähnlich wie bei den Skijagden wurden Unterwasserszenen bereits mit THUNDERBALL definiert. Aber zu Bonds Charakter gehört eine gewisse maritime Affinität. Fleming ließ Bond immer wieder ausgedehnte und gefährliche Tauchgänge unternehmen, wie beispielsweise in Leben und sterben lassen. Zudem wäre es auch wieder eine Möglichkeit, den Ladies Craigs muskulösen Körper zu zeigen.

003  Eine Gadget-Armbanduhr benutzten

Mittlerweile scheint das Handy die Armbanduhr als Universalgadget abgelöst zu haben. Trotzdem sind gut ausgestattete Uhren für mich ein Bestandteil der Gesamtfaszination von Bond, und letztlich ja irgendwo auch männlicher und stilvoller als Handys. Und es muss ja auch nicht gleich ein Laser oder eine Minibombe sein, vielleicht etwas dezentes.

002  Den Film mit der Leading Lady im Arm beenden

Die finale Szene mit dem Bondgirl nach der Explosion des Schurkenverstecks, die Abblende mit dem hingehauchten "Oh, James!", ist eines der Bondklischees überhaupt. Spätestens in THE WORLD IS NOT ENOUGH wirkte das irgendwie erzwungen, und man hat das in den Craig-Filmen bisher sicher absichtlich vermieden. Nachdem die Schlusszenen der letzten drei Filme jeweils feierlich betonten, dass Bond nun endlich der Alte ist, wäre es aber auch mal an der Zeit, das einfach zu zeigen. Wie sang schon Tom Jones: "It's not unusual to have fun with anyone".

001  Einen Countdown stoppen / Die Welt retten

Wie der Punkt davor ist das wohl eins dieser Klischees, die Mike Myers und andere dankbar auf's Korn nahmen. Die wahre Meisterschaft eines Autors zeigt sich meiner Meinung nach allerdings nicht darin, solche zum Klischee gewordenen Genre-Konventionen einfach wegzulassen, sondern sie auf kreative Weise zu variieren und mit neuer Bedeutung aufzuladen - Gib dem Publikum, was es will, aber nicht so, wie es will. In Bezug auf den Final Countdown und/oder ein globales Bedrohungsszenario wären die Autoren hier gefordert. Aber auch hier wäre es auf jeden Fall schön, Bond nach einer ausführlichen Neudefinitionsphase auch endlich in klassischen Gefilden ankommen zu sehen.

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