Mittwoch, 18. März 2026

Auferstehung eines Heiligen

Anfang und Mitte der 1990er Jahre entstanden einige gelungene und erfolgreiche Wiederbelebungen von Sixties-Ikonen. Im Fernsehen erforschte Star Trek mit Serien-Spin-offs neue Dimensionen des Erfolgs. Im Kino starteten Filmversionen von 60er-Straßenfegern, wie Addams Family (1991), Auf der Flucht (The Fugitive, 1993), das Steinzeit-Revival Die Flintstones (1994) und schließlich als Höhepunkt die Neustarts der Agentenklassiker James Bond mit GoldenEye (1995) und Mission: Impossible (1996). 1997 gesellte sich dazu ein weiterer erfolgreicher Held der 60er: Simon Templar. Obwohl der Charakter schon Ende der 1920er vom Briten Leslie Charteries geschaffen wurde, war seine erfolgreichste Inkarnation die Darstellung von Roger Moore in der TV-Serie Simon Templar (The Saint) von 1962 bis 1969. 

The Saint machte aus Simon Templar - ursprünglich eine Mischung aus Privatdetektiv und modernem Robin Hood - einen Meister der Maskierungen, und wilderte damit etwas in der Domäne von Mission: Impossible. Tatsächlich plante Hauptdarsteller Val Kilmer, ähnlich wie Tom Cruise mit Mission: Impossible, aus The Saint eine Filmreihe zu machen und als Produzent zu agieren. Was nicht ohne eine gewisse Ironie ist - waren Cruise und Kilmer im Blockbuster Top Gun erbitterte Rivalen. Doch aus einer Filmreihe à la Mission: Impossible oder James Bond wurde letztlich nichts, obwohl der Film ein Erfolg war und vieles richtig machte.