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| Space Shuttle Challenger (Nasa) |
Nicht nur für Bondfans gibt Challenger - The Final Flight Einblicke in diese aufregende Zeit um Auftstieg und Fall des Space Shuttle, die einige Details in MOONRAKER verständlicher machen:
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| Space Shuttle Challenger (Nasa) |
Nicht nur für Bondfans gibt Challenger - The Final Flight Einblicke in diese aufregende Zeit um Auftstieg und Fall des Space Shuttle, die einige Details in MOONRAKER verständlicher machen:
Während James Bond im Kino regelmäßig die Welt rettet, hätte er in der Realität nun - vielleicht nicht 'das Kino' - aber wenigstens ein paar tausend Existenzen retten können. Und ein Zeichen für das Medium setzen, das ihn groß gemacht hat. Stattdessen wartet der Super-Agent ohnmächtig auf seinen in die unbestimmte Zukunft verschobenen Einsatz. Angesichts dieser Spirale aus Vorsicht und Angst fragt man sich: Wie hat die Filmindustrie eigentlich frühere und schwerere Pandemien überstanden? Ein Blick zurück.
EON Productions geben bekannt, dass der Start von Keine Zeit zu sterben von November 2020 auf 2. April 2021 verschoben ist:
MGM, Universal and Bond producers, Michael G. Wilson and Barbara Broccoli, today announced the release of No Time To Die, the 25th film in the James Bond series, will be delayed until 2 April 2021 in order to be seen by a worldwide theatrical audience. We understand the delay will be disappointing to our fans but we now look forward to sharing No Time To Die next year.
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| Eigener Plakatentwurf |
Gerade hat Norwegen die Dreharbeiten für den sechsten Teil der Reihe MISSION: IMPOSSIBLE genehmigt, wo auch schon FALLOUT gedreht wurde. Im Frühjahr mussten die Dreharbeiten in Venedig aufgrund der Corona-Maßnahmen unterbrochen werden. Der siebte Franchise-Beitrag mit dem Arbeitstitel Libra wird wieder von Christopher McQuarrie (JACK REACHER) inszeniert und soll am Stück mit Teil 8 entstehen. Für den Film soll eine komplette Brücke gesprengt werden, wie Medien derzeit berichten.
Der schärfste Konkurrent für die James-Bond-Filme ist zur Zeit das MISSION-IMPOSSIBLE-Franchise von und mit Tom Cruise. Die großen atemberaubenden Stunts und ausgeklügelte Actionszenen, die die Bondreihe einmal ausgezeichnet haben, bietet MISSION: IMPOSSIBLE mittlerweile nicht nur in vergleichbarer Qualität, sondern teilweise sogar noch etwas besser. Und das auf einem stetig steigenden Niveau. Auch beim Aspekt der Gadgets präsentiert die Reihe Innovationen und faszinierende Verspieltheit, während das in den jüngeren Bondfilmen eher wie eine lästige Pflichtübung wirkte.
Bondfans werden hier sofort an THE LIVING DAYLIGHTS (Der Hauch des Todes, 1987) denken, für den erst Pierce Brosnan gecastet wurde. Nachdem er bereits offiziell der Presse vorgestellt worden war, musste er dann wieder seinen Vertrag für die Serie Remington Steele (1982-87) erfüllen und die Rolle abgeben, die dann Timothy Dalton übernahm. Aber auch bei der Vorproduktion des Blockbusters BACK TO THE FUTURE (Zurück in die Zukunft, 1985), der heute vor 35 Jahren in die US-Kinos kam, gab es eine sehr ähnliche Situation: Michael J. Fox war durch die Serie Family Ties (Familienbande, 1982-89) vertraglich gebunden, und man engagierte stattdessen Eric Stoltz. Trotz dieser vergleichbaren Umstände verlief die Produktion beider Filme dann aber völlig anders.
Ein Gedankenspiel: Mal angenommen, die Filme eines bestimmten Bonddarstellers bilden ein eigenes, abgeschlossenes Filmuniversum, in dem es keinen Bond davor und danach gab - wie hätte die Karriere des jeweiligen Darstellers nach dem Ende seiner Ära ausgesehen? Mit diesem Gedanken möchte ich mich hier mal beschäftigen.
Hier geht es um Rankings einzelner Aspekte der Bondfilme. Im einzelnen: Regisseure, Darsteller, Gegenspieler, erste und zweite weibliche Hauptrolle, Henchmen, Verbündete, Felix-Leiter-Darsteller, Gunbarrel-Szenen, Vortitel- und Titelsequenzen, Song zum Film, Filmmusik, einzelne Filmmusik-Tracks, Einführungen der Darsteller, Q- und Moneypenny-Szenen, Schauplätze, Set-Bauten, Actionszenen und Kämpfe, Dienstwagen, Gadgets, Uhren, Schurken-Behausungen, Todesfallen, Erotische Szenen, Unterwasserszenen, Zugszenen, Eis-und-Schnee-Szenen, Spielerische Duelle, Oneliner, Todesszenen von Gegenspielern und Henchmen, Finale, Schluss-Szenen und Filmplakate.
Was für eine Liste ergibt sich aus dem Bewertungssystem meines Bondmarathons? Dem will ich in diesem Beitrag mal nachgehen. Größtenteils entspricht die Liste auch meiner vom Bauchgefühl her erstellten Bestenliste. Aber es gibt auch überraschende Gewinner und Verlierer. Verlierer ist beispielsweise QUANTUM OF SOLACE, den ich eigentlich weiter oben ansiedle. Gewinner dagegen SPECTRE, den ich weniger mag als QUANTUM, der aber durch seine einzelnen Elemente punktet.
Nach dem historischen Erfolg von SKYFALL versuchte man dringend, sowohl Daniel Craig als auch Sam Mendes für einen weiteren Bondfilm zu gewinnen. Für Mendes ließ man sogar ein Extra-Jahr verstreichen, um ihn an Theaterprojekten arbeiten zu lassen, und so ließ er sich noch einmal überreden.![]() |
| Ausweise in einer Ausstellung bei 'Bond in Motion' in London |

Nachdem CASINO ROYALE James Bond triumphal wiederbelebt und Daniel Craig als 007 eines neuen Jahrtausends etabliert hatte, gestaltete sich dessen Fortsetzung als nicht unbedingt geringere Herausforderung. Martin Campbell wollte sie nicht annehmen, daher brachte Craig den Deutsch-Schweizer Marc Forster ins Spiel. Wesentlich erschwert wurden die Dreharbeiten noch durch einen Autorenstreik, durch den Forster und Craig improvisieren musste.
Nach dem 11. September 2001 fand sich James Bond in einer veränderten Welt wieder. Konnte während des Kalten Krieges ein Dritter Weltkrieg stets abgewendet und der ideologische Gegner letztendlich sogar in die Knie gezwungen werden, existierten nun offenbar größenwahnsinnige Schurken, die mit ihrer monströsen Agenda einfach durchkommen. Dementsprechend verlagerte sich der Schwerpunkt im Agentenfilm weg vom Kampf gegen Superschurken hin zu einem realistischeren inneren Kampf. Wegweisend war in dieser Beziehung THE BOURNE IDENTITY (2002) von Doug Liman, der zusammen mit seinen beiden direkten Fortsetzungen deutliche Spuren in der Bondreihe hinterließ. Von einem physisch sehr präsenten Hauptdarsteller, dessen Tätigkeit seine Geliebte traumatisiert, und die er schließlich sogar verliert, über den Stakkato-Schnitt und ambivalent dargestellte Geheimdienste bis hin zu einer finalen Konfrontation auf einem abgelegenen Anwesen.
Angesichts der aktuellen Einschränkungen in vielen Ländern durch die Ausbreitung des Corona-Virus wurde NO TIME TO DIE vom 02. April auf den 12. November 2020 verschoben:MGM, Universal and Bond producers, Michael G. Wilson and Barbara Broccoli, announced today that after careful consideration and thorough evaluation of the global theatrical marketplace, the release of No Time To Die will be postponed until November 2020. The film will be released in the U.K. on November 12, 2020 with worldwide release dates to follow, including the US launch on November 25, 2020.
2002 traf der 20. Bondfilm der Produktionsfirma Eon Productions auf das 50jährige Jubiläum der Filmreihe. Das nahm man zum Anlass, Hommagen an frühere Filme und auch den literarischen Ursprung der Figur einzubauen. An sich keine schlechte Idee, schon THE LIVING DAYLIGHTS (Der Hauch des Todes, 1987) hatte als 15. Film zum 25jährigen Jubiläum ein paar dezente Hinweise auf frühere Filme und auch die Romane. Unter der Regie des Neuseeländers Lee Tamahori uferte diese Herangehensweise dann allerdings ebenso aus wie der Ansatz, mal wieder einen etwas phantastischer und überlebensgroß angehauchten Bondfilm zu schaffen.
Mit dem dritten Bondfilm mit Pierce Brosnan, Die Welt ist nicht genug, kehrte man nach dem kühl und actionlastig gestalteten Vorgänger wieder zurück zu einer klassischen Bond-Atmosphäre, variierte aber gekonnt Klischees der Formel. Zudem setzte man auch Motive aus Brosnans erfolgreichen Debüt GoldenEye fort, etwa mit Schauplätzen in der ehemaligen Sowjetunion, Gegenspielern aus dem Ex-KGB-Umfeld, der Freund/Feind-Thematik oder der Rückkehr von Valentin Zukovski.
Fake News, die nicht nur den Kurs von Schiffen, sondern auch den von ganzen Ländern beeinflussen; Regierungen, die durch veröffentlichte Videos zu Fall gebracht werden; China als Supermacht in einem neuen kalten Krieg, der eigentlich von Handelsinteressen gesteuert wird; Handy-Apps, die Autos steuern, ... TOMORROW NEVER DIES (Der Morgen stirbt nie, 1997) unter der Regie von Roger Spottiswoode (UNDER FIRE, AIR AMERICA) hatte den Stoff, aus dem die Zukunft ist. Von falschen oder unterschlagenen Meldungen ausgelöste Krisen und versuchte Manipulationen über Massenmedien gehören mittlerweile zum Alltag.
Anfang der 1990er Jahre trafen drei Faktoren zusammen, die voneinander unabhängig waren, aber alle dazu beitrugen, dass James Bond als Franchise in Frage gestellt wurde: Die stetig sinkenden Zuschauerzahlen der 80er Jahre und die finanzielle Enttäuschung von Lizenz zum Töten - vor allem in Verbindung mit dem Aufstieg anderer Actionfranchises. Dazu kamen ein Gerichtsstreit um die Rechte an den Bondfilmen und schließlich der Fall der Mauer und das Ende des Kalten Krieges. Zum ersten Mal seit Ende der 1960er Jahre schien es nicht mehr selbstverständlich, dass es einen neuen Bondfilm geben wird, oder überhaupt geben sollte.
Was ist James Bond ohne 007? Ohne seine Lizenz zum Töten? Ist es nur eine Nummer oder ein Teil seiner Identität, die ihn von anderen Actionelden abhebt? Bonds Erlaubnis, das Unerlaubte zu tun, war von Anfang an eine der Attraktionen der Reihe. Schon der erste Bondfilm DR. NO warb damit auf dem Plakat: The double "O" means he has a license to kill when he chooses...where he chooses...whom he chooses! In Italien hieß DR. NO sogar übersetzt Lizenz zum Töten, weshalb LICENCE TO KILL dort den (passenderen) Titel Vendetta Privata erhielt.“It’s a dream come true to be working with the legendary composer Hans Zimmer on our twenty- fifth James Bond film, No Time To Die,” said producers Michael G. Wilson and Barbara Broccoli. While director Cary Joji Fukunaga echoed their statement, “I’m beyond excited that Hans is scoring No Time To Die. The music of Bond has always been iconic and I’ve already witnessed Hans adding his touch of genius to the Bond legacy.”
(wikipedia)
Mit dem Waliser Timothy Peter Dalton betrat ein Bonddarsteller die Bühne, der wie kein anderer vor und nach ihm den Fokus auf die literarische Ursprünge der Figur richtete. Dalton faszinierte der Charakter, der in den Büchern von Ian Fleming beschrieben ist, und von dem man sich in den Filmen inzwischen oft weit entfernt hatte. Er wollte Bond wieder mehr zu dieser Ernsthaftigkeit und Widersprüchlichkeit zurückführen, weg vom selbstironischen Superhelden.
1989... George Bush leitet das Ende der Ära Reagan ein,
sowjetische Truppen rücken endgültig aus Afghanistan ab, Nintendo bringt den
Game Boy auf den Markt, in Berlin startet die erste Love Parade unter dem Motto
„Friede, Freude, Eierkuchen“ und in vielen Staaten der sogenannten zweiten Welt
gehen Menschen in Massen für mehr Freiheit auf die Straßen. Veränderungen und
die Lust auf etwas Neues liegen in der Luft.
NEVER SAY NEVER AGAIN (Sag niemals nie, 1983) ist ein Unikum in der Filmgeschichte: Ein James-Bond-Film, der unabhängig von der Produktionsfirma EON Productions entstand. (CASINO ROYALE von 1967 zählt nicht wirklich als ernsthafter Bondfilm.) Womöglich wird er das aber nicht bleiben, wenn in ein paar Jahrzehnten die Buchrechte öffentlich verfügbar werden, wie jetzt schon in Kanada.
Nachdem John Glen mit seinen Einstand FOR YOUR EYES ONLY in gewisser Weise die Anti-These zu MOONRAKER geliefert hatte, folgte mit seiner zweiten Bond-Regie OCTOPUSSY nun der Versuch der Synthese. Die Verschmelzung zweier sehr unterschiedlicher Welten: Die des Klamauks und der unbeschwerten Unterhaltung mit der des gnadenlosen Agenten-Alltags im Krieg der Systeme. Der Agent sozusagen als Clown in der internationalen Manege.![]() |

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| Talkrunde mit Terence Mountain, Derek Lyons und Brigitte Millar |
Brigitte Millar wird als Dr. Vogel Gerüchten zufolge auch in NO TIME TO DIE mitwirken.
'Time to face gravity' - Nach seinem Ausflug in die Schwerelosigkeit musste sich Bond nun wieder mit den irdischen Konflikten des Kalten Krieges auseinandersetzen. Regie führte dabei ein Regisseur, dessen Name an einen Astronauten erinnert. John Glen arbeitete als Cutter bereits am Film-Noir-Klassiker THE THIRD MAN (Der dritte Mann, 1949) und zahlreichen Bondfilmen mit, darunter ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE (Im Geheimdienst Ihrer Majestät, 1969).
Für den Titel des neuen Bondfilms, NO TIME TO DIE, wählte Eon Productions eine ungewöhnliche Schriftart, die Futura Black. Sie erinnert vor allem an Platten- und Serientitel aus den 1970er Jahren, obwohl sie tatsächlich genau 90 Jahre alt ist und von einem Deutschen entwickelt wurde. Paul Renner wurde 1878 in Wernigerode geboren und war in Berlin und Frankfurt tätig. Futura Black designte er 1929 als Variante der Futura. Obwohl Renner nicht direkt mit der Bauhaus-Bewegung verbunden war, wird seine Schriftart oft mit diesem Design und der Zeit des Modernismus assoziiert. (Tatsächlich gibt es mit Dessau Stenzil sogar eine sehr ähnliche Schriftart, die auf den Sitz des Bauhauses verweist.) Insofern ist der Titel auch eine schöne Anspielung auf die Bauhaus-Bewegung, die in diesem Jahr hundertjähriges Jubiläum hat.
Vor vierzig Jahren gelang es einem Bondfilm zum letzten Mal, zum weltweit erfolgreichsten Film des Jahres zu werden.* Davor schafften das nur drei Bondfilme mit Sean Connery. Und tatsächlich ist MOONRAKER wie eine Messe für Spezialeffekte und Stunts. 1979 gab es in puncto Aufwand und Sensationen nichts vergleichbares im Kino zu bestaunen. Seitdem dominieren andere Franchises das Box Office, gegen die selbst Event-Bonds wie CASINO ROYALE oder SKYFALL nicht mehr ankommen.